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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Freitag, 29. März

Ein frohes Osterfest!




Ostern - Akrostichon

O stereier bunt bemalt
S tecken zwischen Osterglocken und Primeln.
T raubenhiazynthen spiegeln das Himmelsblau.
E ins nach dem anderen wird entdeckt.
R ichtig in Schale geworfen haben sie sich!
N achher wird eins entkleidet.

Dietlinde Heider

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
Empor ins klarste Luftgebiet
Und schmettert', hoch im Blau verborgen,
Ein freudig Auferstehungslied,
Und wie sie schmetterte, da klangen
Es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
Wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal, ihr Bronnen,
Und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
Ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
Ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
Ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb' ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
Die ihr im Winterschlafe säumt,
In dumpfen Lüsten, dumpfen Schmerzen
Ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
Wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
Und wie der Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
Gebrochen an den Gräbern steht,
Ihr trüben Augen, die vor Tränen
Ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
Ihr Grübler, die ihr fern verloren
Traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
Wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
Hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
Das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen
Im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
Jung wird das Alte fern und nah,
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
Wacht auf! der Ostertag ist da.


Emanuel Geibel
(1815-1884)


Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest, und dass Ihr es genießen möget!
Herzlichst
Dietlinde

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 29.03.13|10:42 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 6. März

Frühlingserwartung



Krokus-Akrostichon


K ommen in Grüppchen am besten zur Geltung.
R ecken ihre Kelche der Sonne entgegen.
O h, welch zarter Anblick!
K ann mich nicht sattsehen an ihnen!
U nserem Garten schenken sie ein fröhliches Gesicht.
S ie sind erste Frühlingsboten.
S eidig fein sind ihre Farben.
E rblüht, um uns zu erfreuen.

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 06.03.13|03:23 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 16. Januar

Winterlich kalt...




Wenn es Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so dass man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher - titscher - titscher - dirr...
Heißa, du lustiger Kieselstein!

Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen -
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen.

Christian Morgenstern

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 16.01.13|05:18 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 29. Dezember

Gutes, Neues Jahr 2013




Der Mond und der Schnee,
Ich lebe und betrachte das Schöne,
Das Jahr geht zu Ende.

MATSUO BASHO


Neujahrsgedicht

Wir
wollen
glauben
an
ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu,
unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe,
Anspruch und Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir's nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem
was es zu vergeben hat, an die,
die Notwendiges, Ernstes und
Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke

Guten Rutsch

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 29.12.12|09:55 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Freitag, 21. Dezember

Frohe Weihnachten



Frohe Weihnachten

Um ein stern zu sein
mußt du dein eigenes licht verstrahlen
und deinem eigenen weg folgen,
und du brauchst dich
vor der dunkelheit nicht zu fürchten,
denn sie ist es,
die die sterne am hellsten
leuchten läßt.

(verfasser unbekannt)

Möge das Weihnachtsfest Euch Frieden und tiefe Freude schenken!
Das wünsche ich Euch von Herzen!

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 21.12.12|09:48 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 1. Dezember

Erster Advent



1. Advent

Kerzenlicht erstrahlt
Wärme und Geborgenheit
Besinnliche Zeit

(c)Dietlinde Heider

Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Geniesst den Tannenduft, den der frische Adventskranz verströmt und den Bienenhonigduft von der ersten Kerze, die brennt.

Ein wenig Ruhe und Stille in der Hast des Alltags liebt unsere Seele und ist dankbar dafür.

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.
Dietlinde am 01.12.12|04:01 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Dienstag, 30. Oktober

Verwunschen





Herbst in der "Schwäbischen Alb".

Lichtmalerei, und einen kostbaren Augenblick habe ich festgehalten.
Geheimnisvoll verhüllt - der Park.

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Dietlinde am 30.10.12|04:06 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 6. Oktober

Bunter Herbst




Herbstfarben

H erzblätter
E rdtönen gleich - auch
R otlaubig und
B unt in großer Vielfalt
S treut der Wind
T äglich ein wenig kräftiger
F ür uns Spaziergänger
A uf die Wege im Wald.
R ascheln durch den
B lätterteppich ist jetzt
E in kindlicher Spaß.
N ie endende Herbstfreude.

(c)Dietlinde Heider

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Dietlinde am 06.10.12|06:51 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [6 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 29. September

Sonnenblume



Sonnenblumen - Akrostichon

S ie ist das Sonnensymbol
O der die Sonne in unserem Garten
N atürlich überblickt sie
N eben Flox und Dahlien
E ine Fülle von reifen Tomaten
N icht zu vergessen Gurken und Zucchini
B ei Vögeln ist sie sehr begehrt
L ieben sie doch die reifen Körner
U nter ihrer Blütenkrone
M it Beharrlichkeit
E rnten sie und picken fleißig

(c) Dietlinde Heider

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Dietlinde am 29.09.12|05:56 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Dienstag, 25. September

Ein Lächeln




Nimm dir Zeit

die Natur genau zu beobachten,
lange hinzusehen,
Einzelheiten detailliert anzuschauen,
die Schönheiten, Einzigartigkeiten,
die vielfältigen Erscheinungen der Natur,
Licht und Schatten,
Formen und Farben
und alle lebendigen Wesen,
wahrzunehmen.

Alles, so einfach es sich auch darstellt,
ist ein Geschenk der Natur an uns,
ein strahlendes Lächeln des Schöpfers.
Jeder Stein,
jedes Sandkorn,
jede Blüte,
jeder Schmetterling,
jede Wolke,
jeder Mensch
trägt das Wesen unseres Schöpfers in sich.
Wo anders sollte Gott sonst sein?

(C)Dietlinde Heider

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Dietlinde am 25.09.12|06:46 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 15. September

Herbstastern



Ein neues Akrostichon für Euch!
"Herbstastern"

H erbstlich, pünktlich
E rscheinen sie.
R ichten ihre
B lütengesichter
S onnenwärts, um
T atsächlich jeden Sonnstrahl
A uszukosten und zu geniessen.
S tehen in vielen Gärten.
T anzen auch im Herbstwind.
E in intensiver Farbrausch
R osarot - lila und blau
N atur schenkt Blütenzauber.

(c) Dietlinde Heider

Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile,
liest man sie von oben nach unten,
ergeben das Akrostichon "Herbstastern",
dessen Sinn im Text beschrieben wird.
Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen und bereitet mir große Freude.
Dietlinde am 15.09.12|10:35 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 1. August

Ich möchte auffallen!



Mohnblüte - Akrostichon

M aßgeschneidertes, rotes Gewand
O rganzaartige Seide
H öchst verführerisch
N ach des Windes Takt tanzend
B iegsam und
L eicht, wie ein Schmetterling
U eber den Gräsern schwebend
E in ums andere Mal sich wiegend
T änzerin - grazile Schönheit
E in feuriges Signal für Insekten im Gräsermeer.

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 01.08.12|03:38 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 15. Juli

Duftende Lilie



Akrostichon - Lilie

L auterste Reinheit
I n makellosem Weiß
L ichtvoll und zart
I n unbefleckter Schönheit strahlend
E in zauberhaftes Engelwesen

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 15.07.12|11:52 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 20. Juni

Seerosen



Seerosen- Akrostichon

S chwimmendes, servierfähiges
E rlesenes, kostbares Porzellan
E ine Seerose, schöner als die andere
R osee getönt - so zauberhaft
O der weiß durchscheinend
S ilberwellengeschaukelt
E in wundervoller Anblick
N atur hat gezaubert

(c) Dietlinde Heider

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Dietlinde am 20.06.12|03:41 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Freitag, 15. Juni

Kletterrosen





Kletterrosen - Akrostichon

K leine, vielblütige Rosenschar
L ichtsuchend am Klettergerüst
E in wundervoller Anblick
T iefrot und kräftig
T astet ihr nach Halt
E iner Möglichkeit der Stütze für
R anken und Triebe sucht iht
R osenkinder leuchtend und zauberhaft
O rdnet ihr euren Blütenflor
S orgfältig, präzise
E in Röschen neben das andere
N atur hat gezaubert

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 15.06.12|01:20 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Donnerstag, 7. Juni

Rosenmonat - Juni




Akrostichon "Juni"

J etzt leben wir im schönen Rosenmonat Juni.
U nd welche Blütenpracht schenkt er uns!
N icht zu vergessen ist der Duft der Rose.
I hn einzuatmen, ein Geschenk!

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 07.06.12|10:16 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 3. Juni

Waldspaziergang




Fingerhut - Akrostichon

F aszinierender Glockenturm
I m Wald entdeckt
N atürlich auf einem sonnigen Plätzchen
G erade und aufrecht
E rfreut er die Spaziergänger und Insekten
R ank und schlank
H ochgewachsen und kerzengerade
U eber der Lichtung melodisch sich wiegend im Wind
T raumhaft erblüht ist der Fingerhut

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 03.06.12|07:59 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 27. Mai

Pfingstrose





PFINGSTROSE - AKROSTICHON

P rächtig gefüllt
F rische und wundervolle Blütenblättchen
I n runde Knospen gehüllt hat
N atur zauberhafte
G eschöpfe von Blüten
S ichtbar und unübersehbar
T aufrisch und prall
R eich an kräftigen Farben
O der zart rosee und weiss
S eidig schimmernd dem Garten geschenkt
E ine Pfingstrose ist erblüht

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 27.05.12|10:13 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Dienstag, 15. Mai

Feurige Mohnblüte



Mohnblüte - Akrostichon

M aßgeschneidertes, rotes Gewand
O rganzaartige Seide
H öchst verführerisch
N ach des Windes Takt tanzend
B iegsam und
L eicht, wie ein Schmetterling
U eber den Gräsern schwebend
E in ums andere Mal sich wiegend
T änzerin - grazile Schönheit
E in feuriges Signal für Insekten im Gräsermeer.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 15.05.12|04:52 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 9. Mai

Fliederduft




Fliederduft-Akrostichon

F ein und lieblich zieht Fliederduft
L eicht betörend
I m Monat Mai
E inzigartig und verführerisch
D urch die Gärten.
E inige lila Dolden
R eichen über den Zaun hinaus
D ehnen ihre Blüten- und Farbpracht
U nglaublich variabel aus.
F ülle wohin das Auge schaut.
T raumhaft und voll erblüht ist der Flieder.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 09.05.12|12:54 PM GMT+1 [Eintrag] [0 Kommentare] [kommentieren]


Montag, 23. April

Total behaart...



Küchenschelle-Akrostichon

K aum hat der Frühling fuß gefasst und
U seren Blick für
E inige grüne, zarte Blattknospen geweckt
C hangieren Blau- und Lilatöne im Gartenlicht.
H elle und dunkle Glocken
E ine neben der anderen
N icken sie im Wind.
S chöne, kleine Schar!
C harakteristisch ist ihr
H aarkleid, das sie umgibt.
E chte Frühlingsblüher, die den
L enz begrüßen.
L ichthungrig wenden sie sich der Sonne
E ntgegen und läuten den Frühling ein.

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 23.04.12|06:45 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 14. April

Bunt und fantasievoll




"Tulpen-Akrostichon"

T ulpenblüte, nektargefüllt
U msummt von fleißigen Bienen
L ieben den Kelch, der sie anlockt
P udern ihre Bürstchen mit Blütenstaub
E inen guten Honig wollen sie daraus bereiten

Dietlinde Heider

Akrostichon ist der Name für diese Schreibweise der Poesie. Der Anfangsbuchstabe eines jeden Satzes senkrecht von oben nach unten gelesen, ergibt ein Wort, dessen Sinn in dem Text beschrieben wird. Es ist eine kreative Art mit Lyrik zu spielen und bereitet mir große Freude.
Schon im Mittelalter haben die Mönche Gebete geschrieben, deren Anfangsbuchstaben einer jeden Zeile mit dem Alphabet identisch waren. Der erste Satz begann mit A, der zweite mit B usw. Diese Gebete waren sehr beliebt und leicht auswendig zu lernen, weil man durch das Alphabet eine Gedächtnisstütze hatte.

Ich werde noch weitere Blütentexte in ein Akrostichon verwandeln in meinem Tagebuch. Ihr dürft also gespannt sein!

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 14.04.12|01:18 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 7. April

Frohe Ostern!



Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest, und dass Ihr es genießen möget!
Herzlichst
Dietlinde

Ostern - Akrostichon

O stereier bunt bemalt
S tecken zwischen Osterglocken und Primeln.
T raubenhiazynthen spiegeln das Himmelsblau.
E ins nach dem anderen wird entdeckt.
R ichtig in Schale geworfen haben sie sich!
N achher wird eins entkleidet.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 07.04.12|12:58 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Freitag, 6. April

Jeden Morgen in meinem Garten...



"Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag.

Überall ein heimliches Erwachen, das nun nicht mehl länger zögern mag"

Matthias Claudius

"Wie schön ist es, ein neues Frühjahr zu erleben,
wenn man schon so viele erlebt hat und all die
kleinen Unterschiede der Wiederkehr zu schätzen weiß!"

Heinrich Laube (1806-1884), dt. Schriftsteller

Frühlingsblüte

Zarter Hauch
von feinem
Blütenflor

Süßer Kirschblütenduft
im Hochzeitskleid
blühender Obstbäume

Eingerahmt in Himmelsbläue

Ein "Ja" zum Leben!

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 06.04.12|11:08 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 4. April

Zauber der Magnolien erfreut mich!



Magnolien


Akrostichon

M it Hoffnung wartete ich auf den Frühling.
A lles fing an zu Grünen und zu Blühen.
G änseblümchen zieren nun den Rasen.
N ichts bleibt dem suchenden Auge verborgen,
O b Primeln oder Veilchen.
L icht und Wärme ist die Kraft, die alles sprießen läßt.
I mmer, und zu jeder Zeit erfreut sich das Herz an der Natur.
E ine Magnolie ist voll erblüht!

Die Anfangsbuchstaben jeder Zeile von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Magnolie"

Magnolien gehören mit zu den ersten Frühlingsblühern. Ich liebe ihre porzellanartigen, tulpenförmigen, pastellfarbigen Blüten.

H a i k u

Ein Frühlingshauch der
Morgenröte färbte zart
die Magnolien.

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 04.04.12|02:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Donnerstag, 22. März

Duftende Entdeckung!



Ich habe sie entdeckt!
Die Veilchen blühen!

Veilchen-Akrostichon

V iolett
E rfreuen mich die Veilchen
I n der Wiese.
L euchten schon von Weitem.
C harm, der bescheiden wirkt -
H ingeduckt, eine ganze Schar.
E ingerahmt von Frühlingsgrün.
N ur ihr Duft verrät sie.

Dietlinde Heider


Tanka

Märzveilchenteppich
bedeckt die Frühlingswiese.
Riech ich die Veilchen

oder atme ich vielleicht
den Himmel in reinstem Blau?

D.Heider


Tanka

Kann mich nicht sattseh'n
an Märzveilchen, auch ihren
Duft vermiss' ich bis

zum nächsten Frühling, wie die
Schwalben, die dann wiederkehr'n

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 22.03.12|09:54 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 18. März

Gottes wunderbare Welt





Schönheit der Natur

Glitzernde Tautropfen
auf Gräsern
Geschenke des Himmels

Bunter Regenbogen
vom Himmel zur Erde
Wunder des Lebens

Mannigfaltige Farben
und Formen
der Blüten
verschwenderische Natur

Schneeflocken,
keine gleicht der anderen
Vielfalt der Kristalle

Glitzersterne des nachts
Staunen des Herzens
in tiefer Dankbarkeit

für den Überfluss
des Lebens

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 18.03.12|10:06 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 18. Februar

Der Frühling will bestimmt kommen...




Wollte nicht der Frühling kommen?
War nicht schon die weiße Decke
von dem Rasenplatz genommen
gegenüber an der Ecke?
Nebenan die schwarze Linde
ließ sogar schon (sollt ich denken)
von besonntem Märzenwinde
kleine, grüne Knospen schwenken.
In die Herzen kam ein Hoffen,
in die Augen kam ein Flüstern -
und man ließ den Mantel offen,
und man blähte weit die Nüstern...

Ja, es waren schöne Tage.
Doch sie haben uns betrogen.
Frost und Sturm und Schnupfenplage
sind schon wieder eingezogen.
Zugeknöpft bis an den Kiefer
flieht der Mensch die Gottesfluren,
wo ein gelblichweißer, tiefer
Schnee versteckt die Frühlingsspuren.
Sturmwind pfeift um nackte Zweige,
und der Rasenplatz ist schlammig.
In mein Los ergeben neige
ich das Auge. Gottverdammich! (Ich kann nichts dafür - stand so da)!

Erich Mühsam (1878-1934)

Er zieht sich in die Länge, unser Winter. Aber... noch ein wenig Geduld und die Frühlingsvorfreude hält Einzug. Habe ich doch heute am Morgen die Meislein ganz fröhlich zwitschern gehört. Was für eine Freude, nach der langen Stille ohne ihr helles, munteres Gezwitscher. Ich genieße die Vorfreude. Ich habe heute tatsächlich beim Spaziergang schon an einer geschützten Stelle in einem Garten wundervolle Schneeglöckchen entdeckt, die zwar geschlossen, aber ganz munter im leichten Luftzug hin und her wippten.

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 18.02.12|10:57 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Donnerstag, 9. Februar

In die Kälte gezaubert...



" Eisblumen, Sándor Márai"

Diese wundervolle Betrachtung aus Sándor Márais Buch "Himmel und Erde" besitzt eine Zartheit, in der der Zauber von Eisblumen in schönster Poesie erblüht. Die Bewunderung über das Kunstwerk "Eisblume" und die Phantasie und Vielfalt in der Natur spricht aus jeder Zeile, die Márai schreibt.


Eisblumen

Richte dein Augenmerk auf das, was die Natur
zeichnet! Sieh, mit welcher Sorgfalt sie die Linien zieht!
Wie zart, mit welcher Genauigkeit sie aus
Schnee, Kälte und Eis, aus den edelsten Stoffen ihr
kleines Kunstwerk gestaltet, mit der Sorgfalt und
Eleganz eines japanischen Künstlers, der nur noch
das Wesentliche übermitteln, den Zauber der Form
zeigen will, die Harmonie und die essentiellen De-
tails! Betrachte die Eisblume am Fenster, sei demü-
tig und lerne von der unermüdlichen Bereitschaft
der Natur, denn du kannst deine Aufgabe gar nicht
sorgsam und minutiös genug erfüllen, gar nicht
tief genug eindringen in dein Inneres, in die Welt,
nicht mit genügend Skrupeln unter den Möglich-
keiten wählen. Betrachte die Eisblume, an der gar
nichts "Zweckmäßiges" ist wie sonst in materiellen
Werken der Natur - und dennoch, welche Vorstel-
lungskraft, welche Harmonie der Linien und der
Struktur haucht dir dieses winzige Kunstwerk ans
Fenster! Betrachte die Eisblume und geh in dich.

Sándor Márai: "Eisblumen" aus: Himmel und Erde
(c) der deutschsprachigen Ausgabe: Piper Verlag GmbH, 2001


Mein besonderer Dank für die Rechte der Veröffentlichung auf meiner web-page gilt
Francesca Sintini,
Adelphie Edizioni
und
Cristina Schmidt,
Piper-Verlag

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.

Dietlinde am 09.02.12|01:02 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 21. Januar

Noch ein Wunsch!




Mählich durchbrechende Sonne


Schönes,
grünes, weiches
Gras.

Drin
liege ich.

Inmitten goldgelber
Butterblumen!

Über mir ... warm ... der Himmel:

Ein
weites, schütteres,
lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
zitterndes
Weiß,
das mir die
Augen
langsam ... ganz ... langsam
schließt.

Wehende ... Luft ... kaum merklich
ein Duft, ein
zartes . . . Summen.

Nun
bin ich fern
von jeder Welt,
ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und
deutlich . . . spüre ich . . . wie die
Sonne
mir durchs Blut
rinnt.

Minutenlang.

Versunken
alles . . . Nur noch
ich.

Selig!

Arno Holz

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.



Dietlinde am 21.01.12|12:49 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]




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