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Gedanken zwischen Himmel und Erde


August: Archiv-Übersicht der Einträge


Samstag, 28. August

Wassernymphe



Seerose - Nymphe des Wassers

Haiku

Seerosensterne
blinken auf grünem Wasser
Kelche des Lichtes


Nymphaea ist der botanische Name der Seerose. In der griechischen Mythologie waren die Nymphen Naturgöttinnen, die im Meer und in den Quellen wohnten. Um ihnen zu huldigen, brachte man ihnen wunderschöne Blüten dar, die Theophastrus , ein Schüler von Aristoteles, wahrscheinlich deshalb "Nymphaea nannte.

Eine andere Deutung des Namens bezieht sich auf die Legende, dass eine Nymphe, die wegen der unerwiderten Liebe zu Herakles starb, sich in eine Seerose verwandelt habe. Die Seerose ist ein Symbol für Lebenskraft und Reinheit bei den Kulturvölkern des Altertums.

Aber auch im alten Ägypten, schon 4000 Jahre vor Christus, spielte die Seerose eine bedeutende Rolle, als Symbol der Weltschöpfung und als Sinnbild der Wiedergeburt.
Als Geschenk, Opfergabe oder in der Kunst ist sie im alten Ägypten anzutreffen. So galten die blauen tropischen Seerosen des Nils als Zauberpflanzen. Auch wurden sie als Symbol des Todes angesehen und waren dem Gott Osiris geweiht.

Ganz anders dagegen in Indien. Dort wurde die Seerose den Göttern geopfert.

In Europa dagegen, hatte man bis Mitte des 19. Jahrhunderts, wenig Interess an den Seerosenblüten. Nur die Wurzelstöcke verwendete man zu medizienischen Zwecken. In England wurden Teile der weißen Seerose "Nymphaea alba" als Färbemittel genutzt. In Frankreich dagegen verwendete man sie zum Bierbrauen.

Sie ist eine der edelsten Gewächse des Pflanzenreiches. Ihre Blüte ist wunderschön gestaltet. Sie wirkt als eine der Schönsten im Blumenreich. Ob zierlich weiß, elfenbeinfarben, in zartem Rosa, lachsrot, leuchtend rubinrot, kirschrot oder karmesinrot, nicht zu vergessen die reingelben, hellgelben und goldgelben Farbtöne, sie strahlt mit ihrem sternförmigen Blütenkelch und ist ein Blickfang fürs Auge auf jedem Teich oder Gewässer.

Sie blüht während der warmen Jahreszeit. Morgens öffenen sich die Blüten bei Sonnenschein und am späten Nachmittag schließen sie sich. Ich habe beobachtet, dass eine Seerose nur zwei Tage blüht und sich dann für immer schließt.

Die Seerose, die ich hier präsentiere, ist eine tropische Seerose, die ich im Palmengarten in Frankfurt/Main am 22.8.2004 fotografiert habe. Ihre großen wohlriechenden Blüten überragen die Wasseroberfläche. Sie zu betrachten, war ein Erlebnis für mich.

In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto von ihr.



Dietlinde am 28.08.04|05:58 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Dienstag, 24. August

Grashüpfer



ar zu gerne gehe ich mit der Diggi
egelmäßig am frühen Morgen
 uf die Wiese zum Grashüpfer-Foto-shooting.
o einfach ist das aber nicht mit ihnen.
üpfen von einem Grashalm zum nächsten
m mich zu foppen.
 s hatte jedoch einer ein Einsehen mit mir.
lopp, klammerte er sich
est am Halm und duckte sich.
r spielte: Ich seh dich nicht.
ichtig! Du siehst mich nicht!

Dietlinde Heider

Die Anfangsbuchstaben einer jeden Zeile von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Grashuepfer".
In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.


Dietlinde am 24.08.04|08:43 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Donnerstag, 19. August

Kleine Entwicklungsgeschichte der Dahlien



Dahlie - der botanische Name: Dahlia variabilis (die Veränderliche)

Amerika ist die Heimat der Dahlien. Mit der Entdeckung dieses Kontinentes wird auch die Dahlie 1492 entdeckt.

Als erster Europäer sieht Hernando Cortez auf seinen Eroberungsfeldzügen 1520 die prächigen Gartenanlagen der Azteken. Darin befinden sich wunderschöne Dahlien.

Die ersten Abbildungen und Beschreibungen von Dahlien fertigt der spanische Arzt Franzisco Hernandez 1651 anläßlich zweier Mexico-Reisen an.

Der Direktor des Botanischen Gartens in Mexico City, Vincente Cervantes, sendet 1789 die Samen von 2 Dahlien, einer halbgefüllten, purpurroten und einer ungefüllten, weißen Dahlie nach Madrid. Es folgt der erste Geburtstag der Dahlien 1790 in Europa.

Der Direktor des botanischen Gartens in Madrid, Abbe Antonio José Cavanilles tauft diese Blüten "Dahlia rosea und Dahlia coccinea".

Zur Enttäuschung der Pariser Gesellschaft, die inzwischen die Knolle der Dahlien bekommen hat, wird sie als nicht eßbar und ungenießbar befunden.

Der entscheidende Durchbruch zur Verbreitung in Europa geschah durch Alexander von Humboldt 1804, der Samen aus Mexico nach Paris und Berlin mitbrachte.

Bereits 1806 zeigt der Botanische Garten in Berlin 55 verschiedene, einfach und halbgefüllte Sorten der Dahlien.

In Karlsruhe gelingt es 1808 vollgefüllte Sorten zu züchten. Dadurch wird die Beliebtheit der Dahlie als Zierpflanze erheblich gesteigert. Nun wird in den Gärten tüchtig gezüchtet und es entstehen gefüllte, halbgefüllte, Zwergsorten, anemonenblütige Formen. 1850 ergänzen Pompon-Dahlien die Sorten-Vielfalt.

Die nächste Züchtung 1872 ist die Kaktus-Dahlie, Dahlia juarezii, die von Mexico nach Holland gelangt.

In Frankreich werden um 1900 Halskrausen-Dahlien, die sogenannten "Collarettes" gezüchtet.

Die Vielfalt der Sorten wird durch Päonien und Schmuck-Dahlien ergänzt.


Ich habe aus meiner Kindheit schöne Erinnerungen an Bauerngärten, in denen die Dahlien nie fehlten. Ich erinnere mich an sehr großblütige Dahlien, die ich auf meinem Schulweg gerne betrachtete. Einziges Hindernis waren die hohen Holz-Zäune von denen die Gärten umgeben waren. So versuchte ich durch die Zwischenräume der Zäune zu spähen, um die Dahlienpracht bewundern zu können.

Wir hatten in unserem Garten in meiner Kindheit auch Dahlien, deren Knollen wir in jedem Spätherbst wieder ausgruben, in Eimer legten oder in einer Holzkiste mit Erde einschlugen, um sie dann im nächsten Frühjahr erneut einzusetzen in die Beete. Sie lieben es sonnig, die Dahlien! Es macht ein wenig Mühe, aber mit Farbenpracht und herrlichen Blüten wird man belohnt.

Dietlinde Heider


In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 19.08.04|11:05 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Samstag, 14. August

Marienkäfer-Konferenz



it wieviel Freude
uch mit wieviel Glück
ichte ich meinen Blick
n die Blüte der "Wilden Möhre",
iner Wiesenblume
icht zu glauben, wieviele
leine Marienkäferlein
uf höherer Ebene
in "meeting" abhalten.
inden sich
in zu einer Konferenz
otgefärbt und schwarzgepunktet.

Akrostichon

Die Anfangsbuchstaben einer jeden Zeile von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Marienkäfer".

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein seltenes Foto.
Dietlinde am 14.08.04|01:08 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Dienstag, 3. August

Ein guter alter Bekannter!



Ihr erinnert Euch an den Morgen, an dem ich "meinen Rosenkäfer" entdeckte. An dem gleichen Tag nur nachmittags, es war super schwül, 31 Grad, noch von dem Erlebnis des Morgens durchdrungen, machte ich mich noch einmal auf zum "Käfer-Foto-Tripp". Diese Temperaturen mögen viele Käferlein und deshalb hoffte ich, wieder irgendwo etwas Interessantes an Insekten zu entdecken.

Tatsächlich sah ich auf einer "Wilden Möhrenblüte" undeutlich eine Erhebung. Ich konnte es von Weitem nicht genau identifizieren, aber als ich nahe genug an der Blüte stand, sah ich ihn wieder, meinen wunderbaren Pinselkäfer, der sich dort stärkte. Ein zwei Fotos machte ich von ihm. Dann flog er weg und ich verfolgte ihn mit den Augen und versuchte im hohen Distelfeld dorthinzugelangen, wo ich vermutete, dass er gelandet war. Tatsächlich machte ich ihn wieder ausfindig, und was sah ich zu meiner großen Überraschung? Einen zweiten Pinselkäfer zu dem er geflogen war. Sie krabbelten umeinander, und ich hatte meine Freude daran, sie zu fotografieren. Wenig später flog erst der dunklere davon und dann war auch der hellere verschwunden. Zu schön sind diese Pinselkäfer-Erlebnisse für mich!

Die Biologie steht für mich beim Fotografieren im Vordergrund. Entdecken, und sich darüber freuen, das ist es, was für mich zählt. Wenn das Foto einmal nicht so technisch einwandfrei und ganz scharf ist, so weiß man doch, dass man in freier Natur ist und nicht in einem Fotostudio, wo das Modell die Anweisungen befolgt, die es bekommt. Meine Käferlein tun immer gerade das, was ihnen einfällt zu tun, und das geht nicht immer konform mit meinen Wünschen. :-)

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 03.08.04|10:09 AM GMT+1 [mehr dazu ...]





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