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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Juli: Archiv-Übersicht der Einträge


Donnerstag, 29. Juli

Fototripp mit Wunscherfüllung



Wieder einmal habe ich mir die "Diggi" umgehängt und bin losgezogen, um ein paar interessante Insektenfotos zu schießen bei strahlendem Sonnenschein und in der Morgenfrühe. Ein schmaler Fußweg schlängelt sich zwischen unserem Sportplatz und angrenzenden Gärten hindurch und immer wieder gibt es ein Stück Grün auf dem Brennnesseln und "Wilde Möhre" wachsen, das von Brombeerhecken umgeben ist. Übrigens sind gerade die Brombeeren reif, und ich habe ein wenig davon genascht. Da sehe ich doch tatsächlich einen Marienkäfer auf einer ganz dicken, fast überreifen Brombeere sitzen, wie er es sich schmecken läßt! Denkt man ja gar nicht, dass ihm "so was" auch schmeckt!

Plötzlich sehe ich eine ganze Ansammlung, nämlich 9 Marienkäfer, rings auf der Blüte einer "Wilden Möhre" verteilt, sitzen. Aha, denke ich: "Ist wohl ein "Marienkäfer-meeting" auf höherer Ebene" und schieße schnell ein Foto davon. Das sah ich wirklich zum ersten Mal und mein "Herz für Marienkäfer" hat sich gefreut! Übrigens dauerte diese Versammlung nicht lange. Entweder fühlten sie sich gestört durch mein Fotografieren, oder die Sitzung war wohl gerade beendet worden, denn in allerkürzester Zeit, waren alle Käferlein im Gras verschwunden.

Ich lasse noch ein wenig die Blicke schweifen und mit einer fotografischen "Schwebfliegenstudie", die auch ganz gut gelingt, will ich meinen Tripp beenden. Ich schalte schon die Diggi aus, die ich sonst immer eingeschaltet habe, um bei überraschenden Entdeckungen gleich agieren zu können. Bin also quasi schon am Heimweg, und drehe mich, warum weiß ich nicht, noch einmal ein wenig zurück nach Links und sehe einen metallisch grün leuchtenden Fleck, Kreis, auf einer "Wilden Möhrenblüte". Ich bin wie vom Blitz getroffen. "Das wird doch nicht..."? Ich wünsche mir doch schon so lange... Aber die Pflanze steht zwischen ganz hohen Gräsern und ebenso hohen Brennnesseln. "Egal, da muß ich irgendwie duch", denke ich. "Den" muß ich im Foto festhalten, wenn es stimmt, was ich vermute". Zum Glück habe ich lange Hosen an. So sind die Beine geschützt, auch wegen den Grashüpfern, die kreuz und quer um meine Füße hüpfen, und die ich wohl etwas störe, indem ich mir zu der Blüte einen Weg bahne, die ich fest im Auge behalte und das metallisch grüne Blinken weiter beobachte.
Ich hoffe, dass "er" nicht wegfliegt, bevor ich ihn erreicht habe.

Jetzt habe ich es geschafft, und am liebsten hätte ich vor Freude "gejuchzt"! Alle Erwartungen waren bestätigt, als ich ganz nahe am Ort des Geschehens ankam. Ein ganz großer Rosenkäfer, den ich immer so bewunderte in meinen Käferbüchern, hing an dieser "Wilden Möhrenblüte", und ich sah ihn zum ersten Mal lebendig und in Natura.

Ganz vorsichtig führte ich die Kamera an ihn heran, erst einmal von der Rückseite. Dann ein Stoßgebet: "Bitte beweg dich nicht"! Wunderbar! Drei Fotos gelangen mir und urplötzlich, ohne Vorwarnung schnurrte er ab, wie ein Maikäfer, und ich sah das "Grünmetallic-Blinken" immer kleiner werden, bis es ganz erlosch und mein Rosenkäfer in der Brombeerhecke verschwunden war.

Ich stand noch wie betäubt da von diesem einmaligen Erlebnis, einen Rosenkäfer entdeckt zu haben und seine blinkende Schönheit im Foto festgehalten zu haben.

In der Ergänzung "mehr dazu" könnt ihr das Foto von ihm betrachten. Zwei Fotos habe ich noch von seiner Vorderseite. Darauf sieht man seinen Kopf und seine Freßwerkzeuge sehr schön detailliert.

Alles, was wirklich zählt für mich, ist seine Entdeckung und meine Freude darüber, dass mein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

Dietlinde Heider

Dietlinde am 29.07.04|10:07 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Freitag, 23. Juli

Kindheitserinnerung



Briefmarken

Ein weiteres Hobby in meiner Kindheit war das "Briefmarken-Sammeln". Sieglinde, meine Freundin, hatte eine Verwandte, Tante Tine, eine sehr korpulente, liebenswerte, mit nichts zu erschütternde Dame, die mich in die Geheimnisse des Briefmarken-Sammelns einweihte. Sie tauschte auch Briefmarken mit mir und war immer sehr großzügig und schenkte mir die eine oder andere. Ich habe sie in ganz besonders guter Erinnerung behalten, weil sie sehr kompetent war und viel wußte über Briefmarken und mich wie eine echte Tausch-Partnerin behandelte und nicht wie ein Kind, das sowieso nichts verstand von diesen Dingen. "Tante Tine" habe ich immer zu ihr gesagt, obwohl sie die Tante meiner Freundin Sieglinde war.

Bei uns brachte kein Briefträger die Post ins Haus. Wir mußten sie selbst abholen. Dieses Amt übte ich sehr zuverlässig aus. "Dieses Abholen der Post", so gegen zehn Uhr vormittags, wirkte sich auch sehr günstig aus wegen der Briefmarken, die ich immer gleich bekam, wenn die Post geöffnet wurde. Frau Laqua, so hieß die Post-Fee, die die Post am Schalter ausgab, überreichte mir immer einen ganzen Packen Briefe, die ich in Empfang nahm und gleich wegen Sondermarken genauestens durchsah. Unsere Verwandten wußten um mein Hobby und klebten Sondermarken auf die Briefe und Karten. Wir hatten auch Verwandte in der früheren DDR. Kam von dort ein Brief, so waren immer besonders große Marken auf den Briefen, die mich erfreuten.

Unser Herr Pfarrer im Ort unterstützte mich auch mit Briefmarken. Er schenkte mir oft Marken aus "Belgisch Kongo". Ich weiß nicht mehr, ob w i r Belgisch Kongo unterstützen, oder ob es umgekehrt war. Jedenfalls hatte dieses Land immer herrliche Blumenserien und große Marken. Daran erinnere ich mich noch genau.

Auch eine besondere Schokolade (Zartbitter) mit ganz dicken langen Rippen bekam der Herr Pfarrer von dort geschickt, die er auch an uns Kinder verschenkte, oft nach der Messe. Auch kleine Heiligenbildchen gab es von ihm, die wir Kinder sammelten.

Ungefähr bis zu meinem 12. bis 13. Lebensjahr währte meine Leidenschaft für die Briefmarken. Dann erlosch sie ganz plötzlich wegen ganz anderer interessanter Einflüsse, die dann spannender wurden als die Briefmarken.

Dietlinde Heider

Nun von den Kindheitserinnerungen zu einem ganz aktuellen Foto, dem "Storchschnabel", der von einer Schwebfliege besucht wird. In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr dieses Foto.

Dietlinde am 23.07.04|11:04 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Montag, 19. Juli

Stille, die ich genieße



Wenn man das Wort "Stille" hört, könnte man leicht an Langweile denken, an eine Zeit, in der sich nichts ereignet, an vertane Zeit. Dem ist nicht so. In der Stille ist Begegnung in vielfältiger Art möglich. Sie beinhaltet nicht Alleinsein mit sich selbst. Mannigfaltig sind die Begegnungen in der Stille.

Das Ohr wird angesprochen. Wir lernen wieder genau hinzuhören, nicht nur vordergründig etwas aufzuschnappen, aus dem Zusammenhang gerissen, das wir ganz schnell wieder vergessen. Das Trommelfeuer der Worte, das uns abgestumpft hat, wird unterbrochen. Wir werden sensibilisiert für die leisen Töne, für das Wesentliche. Die Stille hören, heisst mit dem Herzen hören. Wir vernehmen die Worte, die Geräusche, die Töne, die Laute, die Stimmen der Natur nicht nur mit dem Ohr. Sie fallen in unser Herz und wir bewegen sie in der Stille.

Die Ruhe über dem Distelfeld hatte mich so beglückt, dass ich Euch dazu einladen möchte, auch ein Erlebnis der Stille in der Natur zu erleben, zu genießen.

In der Ergänzung "mehr dazu" seht ihr eine Distelfeld - Impression.



Dietlinde am 19.07.04|02:12 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Mittwoch, 14. Juli

Distelfeld Impression



Ein angenehmes Sommerlüftchen begleitete mich auf meinem Fotospaziergang, bei dem mir meine Haare um die Ohren wehten. Nachdem ich ein Stückchen gegangen war, bildete der Wiesenweg eine Kurve. Ja, wo mündet er denn ein? Gespannt gehe ich die letzten Schritte um die Kurve und sehe ein ganz großes Distelfeld. Erstaunt bleibe ich stehen. In dieser Gegend war ich noch gar nie, und ich bin wirklich überrascht, dass es so etwas noch gibt, wo sich die Natur uneingeschränkt ausdehnen kann. Ein wunderschöner Anblick ist dieses Distelfeld!

Die meisten Pflanzen sind verblüht und die Samenbüschel stehen in die Höhe. Der Wind streift darüber und es herrscht dichter Flugverkehr von Distelschirmchen über dem Feld. Sonnenstrahlen, die durch dunkle Wolken blitzen, erhellen die Schirmchen und ich schaue ihnen nach, wo sie landen. Manche bleiben ganz in der Nähe, schon an der nächsten Pflanze hängen. Die meisten aber trägt der Wind weit davon. Bei böigen Windstößen, gehen auch gleich ganze Büschel von Schirmchen auf die Reise.

Dieses Distelfeld ist so ein friedlicher Anblick für mich, denn es herrscht auch ein reges Schmetterlingstreiben von Kohlweißlingen über dem Feld, und es ist einfach wunderschön zu beobachten wie sie hin und hergaukeln und sich vom Wind tragen lassen.

An der Seite dieses Feldes führt ein schmaler Weg entlang und ich versuche mir dort den Weg zu bahnen an den hohen Disteln entlang, die fast so groß sind wie ich. Gleich stechen mich an den Socken und den Fußgelenken von einem Gras, das wie Hafer aussieht, spitze Grannen und sie verhaken sich so in den Socken, dass man sie fast gar nicht mehr entfernen kann. Egal, ich lasse sie pieksen, denn es ist so reizvoll, diesen Weg weiterzugehen.

Ich höre Grillen, die ein Konzert abhalten und das ist eine wunderschöne Sommermelodie für mich. Einige Trichterwinden, weiß und rosa schlängeln sich am Boden, und es gelingt mir tatsächlich einen Kohlweißling darin zu fotografieren. Na, wunderbar, denke ich und lasse meine Augen weiter schweifen, was wohl noch Interessantes zu entdecken sein wird?

Ach ja, die Hummeln in großer Zahl auf den noch blühenden Disteln darf ich nicht vergessen zu erwähnen, denn sie tragen mit ihrem Gesumm und Gebrumm auch zur herrlichen Sommermelodie bei, genau wie die Bienen, die ich auch dort entdecke.

Wilde Malven, violett in der Farbe und ein Büschel Blutweiderich, erikafarben, ist ein schöner Farbklecks, der mir ins Auge fällt und auch gleich fotografiert wird.

Ja, wer vergnügt sich denn da auf der Distelblüte? Zwei rote Weichkäfer machen Hochzeit und ich bewundere diesen "Luftakt". Echte Akrobaten sind sie. Muß ich natürlich auch gleich im Foto festhalten. Ihr könnt es bei "mehr dazu" sehen.

Ein schwarzes Rüsselkäfer-Pärchen turnt ebenfalls auf einer Blüte. Auch sie krabbeln halsbrecherisch am Rand der Distelblüte herum, sind aber so geübt, daß kein Absturz erfolgt. Ist doch erstaunlich, was so ein Distelfeld alles zu bieten hat!

Mir hat dieser Ausflug in dieses Feld so gefallen, und ich habe den Sommer hautnah gespürt. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig vermitteln, wie herrlich es ist mit offenen Augen durch ein Distelfeld zu spazieren.

Dietlinde Heider

In mein Lyrik-Forum habe ich ein "Distelfeld-Akrostichon" hineingezaubert.

In der Ergänzung "mehr dazu" seht ihr die "Käferhochzeit".
Dietlinde am 14.07.04|10:46 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Montag, 12. Juli

Fröhlicher Marienkäfer



Meinen Spaziergang, bei dem ich das nette Eichhörnchen fotografiert hatte, setzte ich nun fort. Auf einer Wiese, durch die ein schmaler Fußweg führte, entdeckte ich einen Marienkäfer auf weißer Schafgarbe. Herr Marienkäfer war wegen des Sonnenscheinwetters bester Laune und krabbelte so schnell er konnte an den Stängeln von der Schafgarbe herauf und herunter, bis er endlich die Schafgarbenblüte fand, und dort etwas verschnaufte. Das war meine Chance. Es wurde ein schönes Foto. Ihr könnt es Euch ansehen!

Dann entdeckte ich blühenden, blauen Storchschnabel und als Verzierung eine wunderschöne Schwebfliege darauf, die von den Staubfäden der Blüte, Pollen naschte. Auch das Foto ist gut gelungen!

Brennnesseln gibt es dort in großen Mengen und Kohlweißlinge gaukeln über die Wiese, aber keiner läßt sich nieder, um sich zu sonnen, wie sie es manchmal tun. Na, es wird mir schon noch einmal gelingen in diesem Sommer ein paar Falter zu fotografiren, das glaube ich ganz bestimmt, und das hoffe ich doch!


In der Ergänzung "mehr dazu" seht ihr den "fröhlichen" Marienkäfer.
Dietlinde am 12.07.04|12:55 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Samstag, 10. Juli

Erst rechts, dann links



Heute beginnt meine Geschichte mit einem kleinen Spaziergang innerhalb unseres Ortes, um Blumen zu gießen bei einer bekannten Familie, die gerade im Urlaub ist. Einige Male habe ich schon gegossen, doch heute, weil die Sonne so schön scheint, hänge ich mir die "Diggi" um. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, denke ich mir, etwas Interessantes am Weg zu fotografieren. Ich bin ein paar Meter gegangen, fällt mir ein wunderschöner Zierhagebuttenstrauch ins Auge mit herrlich roten dicken Hagebutten, und ich stelle meine Diggi für ein Makro ein. Irgendetwas muß mich bewogen haben, mich nach rechts umzudrehen, und in dem Moment sehe ich ein Eichhörnchen aus den Büschen pfeilschnell über den Parkplatz sausen. Ich denke, "Das ist das Eichhörnchen, von dem mir die Frau erzählt hat, das erst nach rechts und dann nach links sieht, bevor es die Straße überquert". Schnell stelle ich die Kamera um, zoome, versuche scharf zu stellen und knipse das Eichhörnchen. "Meiner Meinung nach, müßte ich es gut erwischt haben im Sucher", denke ich. Zu einem zweiten Schuß aus der Kamera kommt es gar nicht mehr, weil das Eichhörnchen in rasendem Tempo, nachdem es erst rechts und dann links geschaut hat, über die Straße flitzt und in die angrenzenden Gärten verschwindet.

Ganz freudig gestimmt setze ich meinen Foto-Erlebnis-Tripp nach dem Blumengießen fort. Die Fortsetzung für Euch gibt es beim nächsten Eintrag.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung "mehr dazu" seht ihr das Eichhörnchen-Foto


Dietlinde am 10.07.04|08:51 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Mittwoch, 7. Juli

Libellen 2. Teil



Nun, hier geht es jetzt weiter mit der Beschreibung der "Libellen". Als perfekte Flugobjekte habe ich sie schon betrachtet. Jetzt nehme ich ihre riesigen Facettenaugen ins Visier, die nahezu den ganzen Kopf der Libellen bedecken. Sie ermöglichen ihnen einen Rundblick von fast 360 Grad. Geschickt und flink sind sie beim Fangen ihrer Beute. Mit ihren Beinen umklammern sie die kleinen Insekten. Ungewöhnlich weit vorne sitzen die Beine an der Brust der Libellen.

Beobachtungen über das Freßverhalten von Libellen hat ergeben, dass sie bis zu 300 Stechmücken am Tag erbeuten. Somit sind sie äußerst nützlich.

Ihr Paarungsverhalten ist faszinierend. Weibchen und Männchen bilden zur Übergabe des Samens ein Tandem oder Rad, das die Form eines Herzens bildet. Sogar fliegen können sie in dieser bizarren Haltung. An Wasserpflanzen legen sie ihre Eier ab, oder sie werfen winzige Pakete als kleine Bomben direkt ins Wasser ab. Larven schlüpfen, die ein sehr ruhiges Leben im Wasser führen, regungslos lauernd. Da sich ihr Unterkiefer zu einem speziellen Fangapparat entwickelt hat, die man Fangmaske nennt, können sie blitzschnell vorschnellen und ihr Opfer damit packen. Mit der Zunahme ihres Körpergewichtes, nimmt auch die Größe ihrer Beute zu. Dann besteht ihre Nahrung aus dicken Kaulquappen und kleinen Fischen.

Im Wasser leben die Larven 1 - 4 Jahre, um immer wieder ihre Haut abzustreifen und zu erneuern. Nach Abschluß der Entwicklung der Larve, kriecht sie im Frühjahr an die Oberfläche und heftet sich an einen Pflanzenstängel. Ihr Panzer platzt und aus der Hülle quält sich die noch farblose, weiche Libelle.

Durch Umwelteinflüsse und Verringerung ihres Lebensraumes sind Libellen in ihrem Bestand bedroht. Wasser ist für sie das Element, das sie zum Überleben brauchen. Mit einem kleinen Teich im Garten kann man ihnen helfen zu überleben und man kann sicher gleich verschiedene Arten dort beobachten.

Ich finde es sehr interessant, solche Einzelheiten über die Libellen zu wissen und hoffe, es hat Euch auch interessiert.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" findet Ihr mein schönes Foto vom Seerosenteich mit einer Knospe.
Dietlinde am 07.07.04|04:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Montag, 5. Juli

Libellen 1. Teil



Eine meiner großen Foto-Wünsche wäre es, eine Libelle zu fotografieren. Unser Nachbar hat einen Teich, an dem ich fotografieren darf, aber ich habe dort noch keine Libelle gesehen. Meine Mutti hat ebenfalls einen wunderschönen Teich in ihrem Garten und sagt, dass Libellen dort ausruhen und Mücken fangen, blos, wenn ich sie besuche, habe ich noch keine dort erspäht. Der Sommer hat ja erst begonnen, und ich hoffe, dass ich doch noch irgendwo eine erblicken werde, die vielleicht sogar Freude daran hat, aufs Foto zu kommen und nicht durch ihre unberechenbaren Zickzackflüge das vereitelt.

Libellen sind Insekten, die mich schon immer fasziniert haben. Sie können unglaublich gut fliegen. Die Luftfahrt hat sich ihre Körperbauweise zum Vorbild genommen, doch sind sie selbst modernsten Hubschraubern überlegen.

Schon vor 300 Millionen Jahren flogen ihre Ahnen durch die ersten Urwälder der Erdgeschichte, also noch weit vor der Entwicklungsgeschichte der großen Saurier. Genau wie sie, haben die Libellen im Laufe der Zeit eine enorme Wachstumsphase gehabt. Durch Fossilien-Funde ist es bekannt, dass sie Riesenformen bildeten mit einer Spannweite bis zu 70 cm. Es ist anzunehmen, dass sie nur leicht im Gleitflug von Baum zu Baum flatterten, da ihre Anatomie der Flügel nicht mehr zuließ, ähnlich wie bei dem Urvogel Archäopteryx. Am Bauprinzip ihrer Flügel hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert, außer, dass sie kleiner geworden sind.

Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort "libella" ab, das kleine Waage oder Wasserwaage bedeutet. Ihre waagrecht ausgebreiteten Flügel, waren der Grund für diese Bezeichnung beim Gleitflug oder in Ruhestellung. Sie können nicht, wie andere Fluginsekten die Flügel an den Körper anlegen. Das beeinflußt aber ihre Lebensart in keinster Weise, im Gegenteil, die Familie der Libellen hat 3700 verschiedene Arten aufzuweisen. Sie sind meist in den Tropen beheimatet, doch auch in Deutschland gibt es etwa 80 verschiedene Arten.

Sie haben unter den Vögeln selten Feinde, da diese kaum in der Lage sind, Libellen zu fangen wegen ihrer Flugkünste, die sie an den Tag legen, wenn sie verfolgt werden von ihnen. Das Geheimnis ihrer Flugkunst liegt in den vier feinstrukturierten Netzhautflügeln. Sie werden von je einem starken Muskel angetrieben. Dadurch wird es ihnen ermöglicht, selbst bei einem Tempo von 50 Stundenkilometern und mehr, blitzschnelle Manöver, vorwärts, rückwärts und nach allen Seiten auszuführen. Das stecknadelgroße Gehirn der Libellen steuert die Koordinierung der Muskeln.

Dazu kann ich nur sagen "Wunder der Natur". In meinem nächsten Beitrag folgt die Fortsetzung über die "Flugakrobaten der Lüfte".

Dietlinde Heider


Unter "mehr dazu" findet Ihr mein schönes Foto vom Seerosenteich mit einer Blüte.
Dietlinde am 05.07.04|04:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Samstag, 3. Juli

Ein Besuch im Rosarium Hattersheim



Am vergangenen Sonntag besuchten wir das Rosarium in Hattersheim. Es war einmalig schön in diesem Gebiet spazierenzugehen und gleichzeitig zu fotografieren. Die Rosenbeete sind in die Natur integriert, in Weizenfelder mit Mohn an den Rändern, und Gerstefelder, die gewogt hätten, wenn es windig gewesen wäre. An das Ende dieses Gebietes grenzt Wald. Er war von Vogelstimmen durchdrungen. Darin zwitscherte es ganz besonders schön. Eine Lerche habe ich gehört und gesehen über dem Weizenfeld und um 10 Uhr vormittags läuteten die Kirchenglocken. Ich habe es so genossen. Ein Teich mit Binsen in dem Frösche ein Quakkonzert gaben, war der nächste Blickfang. Dieser schöne Teich bildet das Kernstück der Anlage. Ich hatte so gehofft ein paar Libellen vielleicht dort anzutreffen, aber leider waren sie wohl gerade wo anders unterwegs. Die Hauptdarsteller sind natürlich Rosen in allen Farben und Größen und Duftnuancen. Es war eine friedvolle Stille dort, die von Naturklängen verzaubert war, eine Oase der Ruhe, des Duftes und der Schönheit. Ich sah keine weiteren Besucher außer uns.

Eine schöne Rose habe ich Euch im Foto mitgebracht.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" findet Ihr mein schönes Foto.
Dietlinde am 03.07.04|09:19 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Donnerstag, 1. Juli

Pinselkäfer Akrostichon





ack die Kamera ein
mmer schußbereit sein
imm sie mit
ieh durch ihr Objektiv
inen Schmetterling
ibellen, Hummeln
äferlein und wundervolle Blumen
uf Entdeckungsreise gehen
inen Pinselkäfer
inden in einer Brombeerblüte
rstaunen über den
eichtum, die Vielfalt und die Schönheit der Natur

Dietlinde Heider

Die Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Pinselkäfer"

Zwei Mal war er mir schon begegnet, mein Pinselkäfer. Das erste Mal in einem duftenden Heckenröschen. Beim zweiten Mal saß er in einer lichtblauen Zierpflanze, und nun zum dritten Mal entdeckte ich ihn auf einer Brombeerblüte. Schaut Euch das Foto von ihm an bei "mehr dazu"! Er begeistert mich immer wieder!
Dietlinde am 01.07.04|09:19 AM GMT+1 [mehr dazu ...]





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