Startseite ] Haiku Welt ] Lyrischer Garten ] Foto-Galerie ] Fantasien ] Netsuke ] Seiden-Bilder ] Aquarelle ] Computer-Kunst ] Puzzle ] Präsentationen ] [ Tagebuch ] Lyrik-Forum ] Gästebuch ] Auszeichnungen ] Links ] Persönliches ]

Gedanken zwischen Himmel und Erde


Juni: Archiv-Übersicht der Einträge


Montag, 22. Juni

Hausrotschwänzchen (Phoenicurus ochruros) in unserem Garten


Genau vor unserer Terrassentür mit Ausblick in den Garten, knickst das Junge des Hausrotschwänzchens ungeduldig und sperrt hungrig sein Schnäbelchen auf. Mutter oder Vater Hausrotschwanz ist einfrig bemüht das kleine Vogelkind zufriedenzustellen und zu füttern.

Nach einer etwas längeren Wartezeit und hungrigem Schnabelaufsperren verlegt das kleine Hausrotschwänzchenvogelkind seinen Warteplatz auf den Dachfirst unseres Gewächshauses und hält Ausschau nach einem Happen Futter von den Vogeleltern. Nun kommt Mutter Hausrotschwanz zu unserer Terrassentür und schaut sich nach ihrem Jungen um, knickst ein paar Mal, vermißt ihr Junges und erspäht aber dann den kleinen Flüchtling auf unserem Gewächshausdach. Pfeilschnell fliegt nun die Mutter zum offenen Schnabel des Jungen und füttert es. Das ist zu schön anzusehen!

Blaumeisen, Kohlmeisen, auch Amseljunge habe ich schon öfters beobachten können, wie sie gefüttert wurden, aber heute zum ersten Mal entdeckte ich die Hausrotschwänzchen beim Füttern.

Sie haben ein dunkles Federkleid. Das schmale rostorange Schwänzchen wippt beim Knicksen allerliebst mit. Sie sind ganz zart und zierlich und bewegen sich sehr, sehr flink. Früher waren sie nur im Gebirge verbreitet, aber seit 250 Jahren ist ihre Art auch im Flachland anzutreffen. Sie ernähren sich von Insekten. Morgens in der Frühe ist der Hausrotschwanz einer der ersten der sein Lied erschallen läßt. Seine Melodie ist etwas kratzend, aber dadurch sehr charakteristisch und gut zu erkennen.

Sie überwintern vorwiegend im Mittelmeerraum. Spät im Jahr ziehen sie in den Süden, kehren aber früh im Jahr zurück.

Der Gartenrotschwanz ist keine gefährdete Vogelart und das stimmt mich sehr froh! Im Volksglauben ist er ein Glücksbringer.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 22.06.09|03:25 PM GMT+1 [Eintrag]


Sonntag, 14. Juni

Lavendelsommer


Die blauen Kissen des Lavendels in unserem Garten bereiten mir besondere Freude. Sie erscheinen mir wie kleine Inseln des blauen Sommerhimmels. Mal intensiv- bis dunkelblau, mal hellblau verströmen sie einen himmlischen Duft, der mich in der Mittagszeit einhüllt und umgibt.

Weiße Kohlweißlinge landen gerne in diesen meerblauen Inseln und ihre weißen Flügelchen sehen wie kleine aufgestellte Segel eines Bootes darin aus. Wenn der Wind die blauen Kissen des Lavendels wiegt, schwankt das Blau wellenartig und täuscht fast einen kleinen See mit Wellengang vor. Die weißen Segel der Schmetterlinge passen sich dieser Bewegung an und richten sich nach dem Wind.

Wie schön ist es doch, dies alles zu beobachten, und sich daran zu erfreuen.

Dietlinde Heider



Haiku

Ins Lavendelblau
eintauchen, darin wohnen -
ein Nest aus Düften

Dietlinde Heider


Wem die Natur vergönnte,
in sich ihre Harmonie zu finden,
der trägt eine ganze,
undendliche Welt
in seinem Inneren ...

Henrik Steffens (1773 - 1845)


Dietlinde am 14.06.09|04:29 PM GMT+1 [Eintrag]


Mittwoch, 10. Juni

Ich genieße den Sommermorgen


Noch hängt die Kühle der Nacht in Gräsern und Kräutern. Auch unser Rasen ist von Tau benetzt. Ein wundervoller Duft hängt in der Luft. Das Geißblatt blüht auf unserer Terrasse. Wie ich diesen Duft liebe! In jedem Jahr freue ich mich darauf die zarten Blüten zu bewundern und von ihrem Duft umgeben auf unserer Terrasse zu sitzen und das Frühstück zu genießen. Jetzt am frühen Morgen ist ihr Duft am intensievsten, und so eingehüllt in diese wundervolle Luft träume ich ein wenig und lausche der Stille, die mich umgibt.

Ich werde sensibilisiert für die leisen Töne, für das Wesentliche. Die Stille hören, heisst mit dem Herzen hören. Ich vernehmen die Worte, die Geräusche, die Töne, die Laute, die Stimmen der Natur nicht nur mit dem Ohr. Sie fallen in mein Herz, und ich bewege sie in der Stille.

Was für ein beglückender Morgen!

Dietlinde Heider

Dietlinde am 10.06.09|10:38 PM GMT+1 [Eintrag]


Freitag, 5. Juni

Zauberhafte Entdeckung



Bei meinem Spaziergang habe ich am sonnigen Waldrand hochaufragend, herrlich blühenden Fingerhut entdeckt. Zwischen Farn und niedrigblühenden Brombeerhecken war er mit seinen zauberhaft, lila Glöckchen wundervoll anzusehen. In jedem Jahr im Frühsommer wähle ich diesen Weg voller Spannung, um zu sehen, ob er auch diesmal seine Glöckchenpracht wieder emporstreckt. Er hat mich noch nie enttäuscht. Ein ganzes Stück des Weges sind seine Glockentürme mein Begleiter und ich genieße diese lila Farbenpracht am grünen, sonnigen Waldrand.

Dietlinde Heider

Haiku

Lila Glockenturm
am besonnten Waldesrand
Hummel im Anflug

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.




Dietlinde am 05.06.09|10:28 AM GMT+1 [mehr dazu ...]


Dienstag, 2. Juni

Kletterrosenblütenzauber im Sommer


Beim Öffnen des Fensters am Morgen fällt zuerst mein Blick auf den zauberhaft blühenden Kletterrosenstrauch mit roten, gefüllten Rosen in unserem Garten. Wie ein herrlicher Vorhang fällt er über unsere Pergola und bildet ein wundervolles Muster, wie ein bestickter Überwurf, den die Natur gezaubert hat, um mich zu erfreuen. Eine ganze Woche lang bewundere ich diese Kletterrosen schon, die so üppig und wundervoll blühen.

Immer wieder öffnen sich neue Knospen. Der Wind fängt sich in den grünen Blättern und Rosenblüten und schwingt mit den Rosenranken.

Haiku

Tanzende Rosen -
Balettmeister Sommerwind
am Kletterspalier

Dietlinde Heider

Dietlinde am 02.06.09|05:34 PM GMT+1 [Eintrag]





Tagebuch

Haiku Linde Startseite
Tagebuch-Startseite
Tagebuch-Archiv

Juni 2009
SMDMDFS
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   


Lyrischer Garten

Valid XHTML 1.0!

Powered By Greymatter