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Gedanken zwischen Himmel und Erde


März: Archiv-Übersicht der Einträge


Mittwoch, 17. März

Endlich Frühling!



Auftauen
Aufatmen
Einatmen
das seidige Himmelblau des Frühlings
den Duft der Veilchen

Baden
die Augen im grünen Gänseblümchenrasen

Begleiten
die aufsteigende Lerche
in das Frühlingsblau
mit aller Sehnsucht und Träumen

Bestaunen
den Frühling

nur staunen

und noch einmal staunen!

Dietlinde Heider

Lest bitte die Ergänzung zum Thema: "mehr dazu"!
Dietlinde am 17.03.04|12:47 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Montag, 15. März

Mary und Penny


In unserer Nachbarschaft in meiner Kindheit war ein amerikanisches Ehepaar mit einem kleinen Mädchen namens Mary neu zugezogen. Sie wird zwei, drei Jahre alte gewesen sein. Die Ehefrau war eine Deutsche und er war ein amerikanischer Soldat, stationiert am Knüll in einer amerikanischen Kaserne.

Es ergab sich, dass ich auf Mary aufpassen durfte und ein Jahr später bekam sie noch ein Geschwisterchen, nämlich Penny. Es waren zwei wunderbare Mädchen und ich hatte meine Freude an ihnen und am Babysitten. Wir standen auch noch später in Briefwechsel, als sie nach einigen Jahren nach Amerika ausgewandert waren, bekam ich oft Ansichtskarten von "drüben".

Als Belohnung für mein Aufpassen auf die Kinder, schenkten sie mir ab und zu Pizza in einer großen Packung zum Selberzubereiten.
Das war die Köstlichkeit, deren Duft ich heute immer noch in der Nase habe, und diese Spezialität, die es damals sonst nirgends gab, ist eine wunderbare Erinnerung an meine Kindheit und Jugend.

Man mußte aus dem Mehl einen Teig bereiten, ihn dünn ausrollen und auf ein Backblech legen. Aus einer Dose gab man dann pürierte Tomaten auf den Teig. Eine fingerdicke spezielle Peperoni-Pizza-Salami wurde in kleine Ringlein geschnitten und auch auf die Pizza gelegt. Aus einem Beutel wurde ein Pizzagewürz entnommen und darübergestreut. Zum Schluss wurde mit einem Nagel Löcher in eine Dose geschlagen, die sich auch in der Packung befand, die geriebenen Käse enthielt, der auch über die Pizza gestreut wurde.

War alles fertig, schoben wir sie in den Ofen und schon nach Minuten verbreitete sich ein Duft in der Küche, den ich ganz besonders liebte. Sie wurde immer ganz knusprig und schmeckte so gut, wie später nie mehr.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 15.03.04|02:06 PM GMT+1 [Eintrag]


Samstag, 13. März

Gänseblümchen-Akrostichon


eht der Winter nun endlich zu Ende?
Ä therisch, himmlisch duften bald die Veilchen
ah und fern Vogelgezwitscher
tare erfüllen die Sträucher mit ihren Stimmen
s grünt jeder Zweig und zeigt neues Leben
lütenknospen schenken uns zauberhafte Farben
icht öffnet sie
Ü ber uns das Himmelsblau in das die Lerche steigt
itfliegen, himmelwärts, vom Frühlingslüftchen fortgetragen
harm haben die Gänseblümchen
eckenröschen zaubern zarte Blüten hervor
in Frühlingsfest feiert die
atur und wir genießen dieses Fest mit allen Sinnen.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 13.03.04|01:06 PM GMT+1 [Eintrag]


Donnerstag, 11. März

Hickelhaus und Klickerspiel


Auch sehr beliebt als Spiel draußen im Frühjahr war "Hickelhaus". Es wurde auf dem Weg aufgezeichnet mit einem Stock oder Ast. Den Scherben, den man mit dem Fuß von einem Kästchen ins andere befördern mußte, hickelnd oder hüpfenderweise, hatten wir immer dabei, weil es ein flacher sein mußte, der besonders gut rutschte, der aber nicht überall zu finden war. Hatte man einmal so ein Prachtstück am Weg gefunden, hüteten wir ihn sehr.

Es wurden drei Quadrate übereinander gemalt. Beim 4. Quadrat wurde rechts und links ein weiteres dazugemalt. Dann kam wieder ein Quadrat in die Mitte der schon vorhandenen Kästchen, das mit einem Kreis gekrönt wurde, der in der Mitte geteilt war. Das war der Himmel.

Aber das Spiel, das ich mit größter Leidenschaft ausübte, war das Klicker- oder Murmelspiel. Oma hatte mir ein Stoffsäckchen genäht mit einem Band oben zum Zuziehen. Darin hatte ich meine Murmeln verwahrt. Dieses gefüllte Säckchen hatte ich immer in meiner Hosentasche dabei, denn, schnell konnte sich eine Gelegenheit ergeben und man traf eine, einen Gleichgesinnten, der seine Murmeln auch mitsichführte, dann machte man ganz schnell mit dem Absatz des Schuhs, indem man sich blitzschnell drehte, ein Loch in den Boden und schon konnte das Murmelspiel beginnen.

Ein beliebter Treffplatz zum Murmelspiel war bei unserem Bäcker, der auch ein Cafe hatte, mit einem betonierten Vorplatz mit Tischen und Stühlen. Auf diesem Beton rollten die Murmeln besonders gut. An einer bestimmten Stelle, wo der Beton an die Hauswand stieß, war ein halbkreisförmiges Stück Beton herausgebrochen, welches für uns ein wunderbares Loch für das Murmelspiel ergab.

Anfangs hatten wir Kugeln, die aus Lehm gebrannt und bunt bemalt waren. Später kamen noch kleine und große Glaskugeln hinzu. Sie waren richtige Schönheiten mit ihren bunten Mustern im Glas und wurden immer wieder gezählt und den anderen das Ergebnis mitgeteilt, wieviele man davon hatte. Eine Glaskugel jemandem "abzuluchsen", so hieß es, wenn man gewann, war immer das größte Vergnügen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben würdet, ob ihr diese Vergnügungen auch in eurer Kindheit hattet, und diese Spiele gespielt habt.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 11.03.04|08:43 AM GMT+1 [Eintrag]


Sonntag, 7. März

Probe "Erster"!


Der Frühling, der uns Kinder mit aller Macht wieder auf die Gassen zog, ließ uns mit unseren Spielen fortfahren, die wir wegen des Winters draußen unterbrochen hatten. Eins meiner Lieblingsvergnügen war: "Probe! Erster"! Ein Ballspiel an einer Hauswand, das aus 10 - 15 verschiedenen Übungen bestand, den Ball an die Wand zu dotzen.

Wir nahmen dazu die rechte und linke Faust, beide Innenseiten des Ellbogens, rechtes, linkes Knie, dann beide Hände indem man die Finger ineinander verschränkte und mit den Handrücken den Ball dotzte. Eine ander Übung ging unter dem jeweils rechten und linken Knie duch, mit beiden Schultern den Ball an die Wand dotzen. Auch werfen und sich dabei drehen. Den Ball hinter dem Rücken halten und auf die Wand werfen und wieder fangen. Sich mit dem Rücken zur Wand stellen und dann den Ball wieder fangen.

Fiel der Ball bei einem Wurf auf die Erde oder wurde nicht gefangen, war man "ab" und die Freundin kam an die Reihe auch diese Übungen zu machen. Wer als Erste alle festgelegten Übungen durchgespielt hatte, war die Siegerin. Man sagte immer gleich das Wort "Erster" dazu, weil man dann im Vorteil war mit dem Spiel zu beginnen und außerdem nicht warten brauchte, bis man endlich an die Reihe kam.

Unsere Kinder haben dieses Ballspiel nie gespielt. Es würde mich sehr interessieren, ob jemand dieses Spiel kennt und weiß, ob es noch gespielt wird.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 07.03.04|03:50 PM GMT+1 [Eintrag]


Donnerstag, 4. März

Schönheit der Natur



Glitzernde Tautropfen
auf Gräsern
Geschenke des Himmels

Bunter Regenbogen
vom Himmel zur Erde
Wunder des Lebens

Mannigfaltige Farben
und Formen der Blüten
verschwenderische Natur

Schneeflocken,
keine gleicht der anderen
Vielfalt der Kristalle

Nachts Glitzersterne
Staunen des Herzens
in tiefer Dankbarkeit

für den Überfluss
des Lebens

Dietlinde Heider

Lest bitte die Ergänzung zum Them: "mehr dazu"!
Dietlinde am 04.03.04|06:07 PM GMT+1 [mehr dazu ...]


Mittwoch, 3. März

Immergrün



Es erweist sich, dass es ein "weites Feld" ist, sprich, dass wir einen großen Garten hatten, den meine Großmutter hegte und pflegte, denn nun ist mir noch der Rittersporn in "Meerblau" eingefallen, der in der Nähe einer großen Gesellschaft von weißen Margariten blühte und in unserem Garten kontrastreich leuchtete. Auch die Gladiolen hätte ich beinahe vergessen in den Farben Rosa, Rot, Dunkelrot und Weiß. Tulpen in bunten Grüppchen, die ein fröhliches Bild zauberten, erfreuten mich im Frühling.

Nun fällt mir noch eine kleine Geschichte ein, die sich an einem Muttertag abspielte, die mit dem Tischschmuck zum Frühstück an diesem Tag zu tun hatte. In der Schule wurde schon fleißig auf den Muttertag hingearbeitet. Wir malten Bildchen bunt und lernten kleine Gedichtchen für unsere Mütter. In unserem Garten wuchs zu dieser Zeit so richtig dichtes, herrliches Immergrün mit blauen Blütchen auf einem Beet rechts vor unserer Haustür. Ich hatte mir vorgestellt, den Frühstückstisch mit diesen grünen Ranken zu schmücken und holte die Schere und schitt ein richtiges Büschel aus dem Immergrün heraus und sah nun zu meinem großen Schreck, dass ein richtig großes Loch in der Bepflanzung entstanden war. Es tat mir furchtbar leid, dass ich so unüberlegt gehandelt hatte. Ich versuchte nun, das Loch etwas zu verdecken, indem ich die noch verbleibenden Immergrünpflänzchen von allen Seiten in das Loch drückte. Es sah zwar nicht mehr ganz so "krass" aus, aber Angst hatte ich schon, dass ich "geschimpft kriegen" würde. Zu meinem Glück hat es niemand im Garten entdeckt, und ich habe es erst erzählt, als alles wieder zugewachsen war. Der Frühstückstisch zum Muttertag, den ich so schön geschmückt hatte und der in seiner Herstellung mit den frischen Immergrünranken mir etwas Probleme bereitet hatte, gefiel meiner Mutter jedenfalls besonders gut und das war es, was zählte an diesem Tag.

Dietlinde Heider

Lest bitte die Ergänzung zum Thema "mehr dazu"!
Dietlinde am 03.03.04|11:00 AM GMT+1 [mehr dazu ...]





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