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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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15/07/2005: "Mein... Glück... mein... Glück....."


Die herrlichen Sommertage erwecken in mir ein wundervolles Glücksgefühl!
Arno Holz hat es so ausgedrückt:


Sanft hinverschmelzendes Largo

Mein... Glück? ...Mein
Glück?

Mein Glück
ist ein spielendes Blatt im Sommerwind,
der
leichte,
flüchtige, zierliche
Schatten,
mit
dem mich, zwitschernd, die Schwalbe streift,
das
letzte, fernhochschwebend stille,
reglos
schimmernde,
flimmernde, glimmernde
Purpurwölkchen,
das
nach einem leuchtend langen, schönen, golden klaren Sonnentag,
in
einem zarten,
lichten,
himmlisch überirdischen Blaßgrün,
schwindend, scheidend,
selig
versinkt!


Arno Holz
(1863-1929)



-------------- Antworten: 4 Kommentare --------------

am Sonntag, 17. Juli , schrieb Hans

Liebe Dietlinde,

ich kann dein Glücksgefühl beim Lesen dieses wunderbaren Gedichtes an einem herrlichen Sommertag nachvollziehen, denn ähnlich empfand ich, als ich - gerade zurückkehrt von einer strapaziösen Sardinienreise- auf der Terrasse im Schatten liegend, mich von der nachstehenden berauschend schönen Naturmystik Walt Whitman`s verzaubern ließ.

Liebe Grüße
Hans

"Ich bin der Dichter des Leibes und ich bin der Dichter der Seele;
Die Seligkeiten des Himmels sind bei mir, und bei mir sind die Qualen der Hölle. [...]
Ich bin der, der mit der milden, heraufsteigenden Nacht wandelt;
Ich rufe der Erde zu und dem Meer, dem von der Nacht halbumfangenen:
Drücke dich fest an mich, o Nacht, mit bloßen Brüsten -
drücke dich fest an mich, magnetische, nährende Nacht,
Nacht der Südwinde! - Nacht der wenigen großen Sterne!
Stille, nickende Nacht! - Wilde nackte Sommernacht!
Lächle, o üppige, kühl angehauchte Erde!
Erde der schlummernden, verschwimmenden Bäume!
Erde nach Sonnenuntergang! Erde der nebelverhüllten Berghäupter!
Erde mit dem gläsernen Guß des Vollmondes, mit sanftem blauem Schimmer bedeckt!
Erde des Glanzes und Dunkels, die die Flut des Stromes flecken!
Erde der klaren grauen Wolken, breiter und klarer um meinetweillen!
Allumarmende Erde! Reiche, in Apfelblüten prangende Erde!
Lächle, denn dein Geliebter naht!
Verschenkerin, du hast mir Liebe gegeben - so gebe auch ich dir Liebe!
O unaussprechliche, leidenschaftliche Liebe!

Walt Whitman, Grashalme"

am Sonntag, 17. Juli , schrieb Dietlinde

Lieber Hans,
danke Dir herzlich für Deinen wunderschönen Text von "Walt Whitman".
Er ist poetisch "erdig" und "himmlisch" zugleich! Zauberhaft ist auch die Intensität dieser Zeilen.

Liebe Sommergrüsschen
L i n d e

am Sonntag, 17. Juli , schrieb Biggi

Beide Texte laden zum Träumen ein, sind gefühlvoll, sinnlich - einfach wunderschön. Danke dafür smile

Lindchen, ich habe deine neue Galerie entdeckt und bin einfach begeistert. Deine Fotos sind ALLE superschön und dazu noch die vielen Infos. Da steckt ja irre viel Arbeit drin. Aber es hat sich auch gelohnt!!!!

Gestern hatte ich am Wegesrand ein Foto mit mit gelben Blüten gemacht, die wie kleine Knöpfe aussahen. Nach einem Blick in deine Galerie weiß ich nun, dass es sich um Rainfarnblüten handelt. Ich hätte das nie gewusst. Deine Galerie ist nicht nur schön, sondern auch sehr lehrreich razz

Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag. Sei ganz lieb gegrüßt.
Biggi

am Sonntag, 17. Juli , schrieb Dietlinde

Hallo Biggilein,
wie freue ich mich über Deinen netten Besuch und über Deine Entdeckung meiner Foto-Galerie! :-)
Ich bin ja immer bemüht die Schönheit der Natur, die Vielfältigkeit der Insekten und ihr aufs beste organisierte, zweckmäßige Leben und die kleinen Wunder, die dabei zu entdecken sind, im Foto festzuhalten. Das ist eine besondere Freude für mich und ich teile sie so gerne mit Dir und allen, die sich auch dafür interessieren.

Die Rainfarnblüten haben einen ganz kräftigen aromatischen Duft, den ich sehr mag und Du hast ihn sicher auch gespürt und magst ihn? :-)

Schicke Dir ganz liebe Sonntagsgrüsschen und für die neue Woche wünsche ich Dir viel Freude und kreative Erlebnisse.

Herzlichst
L i n d c h e n


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