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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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05/07/2004: "Libellen 1. Teil"


Eine meiner großen Foto-Wünsche wäre es, eine Libelle zu fotografieren. Unser Nachbar hat einen Teich, an dem ich fotografieren darf, aber ich habe dort noch keine Libelle gesehen. Meine Mutti hat ebenfalls einen wunderschönen Teich in ihrem Garten und sagt, dass Libellen dort ausruhen und Mücken fangen, blos, wenn ich sie besuche, habe ich noch keine dort erspäht. Der Sommer hat ja erst begonnen, und ich hoffe, dass ich doch noch irgendwo eine erblicken werde, die vielleicht sogar Freude daran hat, aufs Foto zu kommen und nicht durch ihre unberechenbaren Zickzackflüge das vereitelt.

Libellen sind Insekten, die mich schon immer fasziniert haben. Sie können unglaublich gut fliegen. Die Luftfahrt hat sich ihre Körperbauweise zum Vorbild genommen, doch sind sie selbst modernsten Hubschraubern überlegen.

Schon vor 300 Millionen Jahren flogen ihre Ahnen durch die ersten Urwälder der Erdgeschichte, also noch weit vor der Entwicklungsgeschichte der großen Saurier. Genau wie sie, haben die Libellen im Laufe der Zeit eine enorme Wachstumsphase gehabt. Durch Fossilien-Funde ist es bekannt, dass sie Riesenformen bildeten mit einer Spannweite bis zu 70 cm. Es ist anzunehmen, dass sie nur leicht im Gleitflug von Baum zu Baum flatterten, da ihre Anatomie der Flügel nicht mehr zuließ, ähnlich wie bei dem Urvogel Archäopteryx. Am Bauprinzip ihrer Flügel hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert, außer, dass sie kleiner geworden sind.

Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort "libella" ab, das kleine Waage oder Wasserwaage bedeutet. Ihre waagrecht ausgebreiteten Flügel, waren der Grund für diese Bezeichnung beim Gleitflug oder in Ruhestellung. Sie können nicht, wie andere Fluginsekten die Flügel an den Körper anlegen. Das beeinflußt aber ihre Lebensart in keinster Weise, im Gegenteil, die Familie der Libellen hat 3700 verschiedene Arten aufzuweisen. Sie sind meist in den Tropen beheimatet, doch auch in Deutschland gibt es etwa 80 verschiedene Arten.

Sie haben unter den Vögeln selten Feinde, da diese kaum in der Lage sind, Libellen zu fangen wegen ihrer Flugkünste, die sie an den Tag legen, wenn sie verfolgt werden von ihnen. Das Geheimnis ihrer Flugkunst liegt in den vier feinstrukturierten Netzhautflügeln. Sie werden von je einem starken Muskel angetrieben. Dadurch wird es ihnen ermöglicht, selbst bei einem Tempo von 50 Stundenkilometern und mehr, blitzschnelle Manöver, vorwärts, rückwärts und nach allen Seiten auszuführen. Das stecknadelgroße Gehirn der Libellen steuert die Koordinierung der Muskeln.

Dazu kann ich nur sagen "Wunder der Natur". In meinem nächsten Beitrag folgt die Fortsetzung über die "Flugakrobaten der Lüfte".

Dietlinde Heider


Unter "mehr dazu" findet Ihr mein schönes Foto vom Seerosenteich mit einer Blüte.

--- Ergänzung zum Thema ----------------

FrameSeerosemuttischoenk (41k image)

Seerosenblüte

-------------- Antworten: 8 Kommentare --------------

am Montag, 5. Juli , schrieb Brigitte

Hallo Dietlinde,
deine Berichte lesen sich immer schön und sind interessant und auch prima Fotos hast du immer dazu. Das Glück mit den Libellen ist mir leider auch nicht hold. Aber wenn du mal schöne Aufnahmen anschauen möchtest, kann ich dir die Seite von unserem Fotoclubchef empfehlen http://www.digimakro.de/start.htm
ich wünsch dir noch einen schönen Abend.
Tschüssi Brigitte

am Montag, 5. Juli , schrieb Marga Ritte

Liebe Laura!
Eine Libelle findet man an Sommerabenden über offenen Wiesen und Feuchtgebieten.
Dort fliegt sie hin und her,rasselt beim Fliegen hörbar mit ihren Flügeln und macht Jagd auf Fliegen und ähnliche Tiere. Sie fliegt mit zum Fang vorgespreizten Vorderbeinen und ergreift ihre Beute im Flug und verspeist sie, während sie fliegt.
Beim Fotohaiku im www ist eine rote Libelle abgebildet. Vielleicht wäre sie auf deiner Seerose gar nicht zu sehen?
Einen schönen Abend wünscht dir Marga.

am Dienstag, 6. Juli , schrieb Dietlinde

Liebe Brigitte,
herzlichen Dank für Deinen lieben Besuch und den sagenhaften Link zu Eurem Fotoclubchef, Libellen, Käferlein und Schetterlinge betreffend. Er hat ja wirklich eine Fotosammlung von den schönsten Libellen und vor allen Dingen das "Taubenschwänzchen", das ich so sehr mag, und das wir im vorigen Jahr immer auf unserem Geisblatt hatten, hat er wunderbar im Foto festgehalten.
Wunderbarer Tipp, liebe Brigitte!
Liebe Grüßchen
L i n d e

am Dienstag, 6. Juli , schrieb Dietlinde

Liebe Marga,
die roten Libellen heißen "Feuerlibellen", "Große Heidelibelle", "Gebänderte Heidelibelle", "Frühe Heidelibelle" und "Gefleckte Heidelibelle". Ich finde es so spannend, wie verschieden sie aussehen und manchmal glitzern ihr Flügel wie mit Diamanten besetzt.

Du scheinst sie auch sehr zu mögen, sonst wüßtest Du nicht so gut Bescheid über ihr Verhalten.
Danke für Deinen lieben Besuch.
Herzlichst
Dietlinde

am Dienstag, 6. Juli , schrieb Elke

Hallo Dietlinde,
deinen Wunsch kann ich gut verstehen. Mir ist es bisher auch noch nicht geglückt eine Libelle zu fotografieren. Aber ich bin für die Naturfotografie oft auch ein bißchen zu ungeduldig.
Liebe Grüße
Elke smile

am Mittwoch, 7. Juli , schrieb Biggi

Da hast du einen richtig schönen und sehr informativen Beitrag über die Libellen geschrieben, liebe Dietlinde. Und auch wenn es dir bisher nicht gelungen ist, diese hervoragenden Flugkünstler zu fotografieren, so passt doch dein wunderschönes Seerosenfolto ganz prima zum Thema.

Mir ist es bisher auch nur ein einziges Mal gelungen, eine Libelle zu fotografieren und angeregt durch deinen Tagebucheintrag habe ich heute die Fotos in mein Tagebuch gestellt smile

Ich wünsche dir noch einen richtig schönen Tag. Bei uns hat es tatsächlich gestern und heute mal nicht geregnet. Nach so vielen Schlechtwettertagen freut man sich auch schon darüber wink

Ganz liebe Grüße für dich.
Biggi

am Mittwoch, 7. Juli , schrieb Dietlinde

Liebe Elke,
das ist es, wenn wir noch ein wenig geduldig warten, dann kreuzt bestimmt auch unseren Weg irgendwann eine Libelle. smile
Ganz liebe Grüßchen
Dietlinde

am Mittwoch, 7. Juli , schrieb Dietlinde

Liebe Biggi,
ich bin schon ganz gespannt auf Dein Libellen-Foto und komme gleich mal zu Dir herüber, um es anzuschaun! Wenn ich mich recht entsinne, habt Ihr einen Teich im Garten. Hast Du sie dort gesichtet?

Ich freue mich, dass Du an meiner Information über Libellen sehr interessiert bist. So wird Dir die Fortsetzung über das Thema "Libellen" sicher auch weiterhin gefallen.
Bis bald!
L i n d c h e n


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