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03/06/2004: "Nächtlicher Tanz"
Am Waldrand einer Lichtung lag eine wundervolle Blumenwiese, die mit schönsten Wiesenblumen, die man sich wünschen konnte, bewachsen war. Es blühten Margeriten, Glockenblumen, Kuckuckslichtnelken, Wiesenknopf, Skabiose und Mohn. Er, leuchtend rot, setzte Akzente und kräftige Farbtupfer zwischen die Blumengesellschaft. Wenn die Sonne schien, bot sich ein herrlicher Anblick. Die Bienen und Hummeln besuchten die Blüten und fanden dort den besten Nektar weit und breit.
Doch eines nachts ereignete sich ein wundervolles Schauspiel, eben auf dieser Wiese. Die Blüten hatten sich geschlossen und Stille war eingekehrt. Da, als der Mond mit seinem Licht das Gräsermeer erhellte, war den Wiesenblumen, als hörten sie eine zarte Melodie, die sie noch nie vernommen hatten. Vorsichtig öffneten sie ihre Blütenblättchen und Kelche und sahen unzählige regenbogenfarbige Schmetterlinge, die im Mondlicht tanzten und eine wundervolle Melodie dazu hervorbrachten. Wie versunken in ihr Spiel und ihren Tanz gaukelten sie im Mondlicht und versetzten die Wiesenblumen in Erstaunen und Bewunderung.
Wieder geschah etwas Merkwürdiges. Der Schmetterlingsgesang verstummte und die Falter bildeten in ihrem Tanz einen Regenbogen, der eine Brücke bildete, von der Erde bis zum Himmel, ein Farbenspiel, das fantastischer und fantasievoller nicht hätte sein können. Himmel und Erde verbunden durch zarte Schmetterlingsflügel in einer Brücke.
Der Mond wanderte langsam weiter. Sein Licht verlosch und wie auf einen Wink, löste sich der Schmetterlings-Regenbogen im Dunkeln auf und verschwand lautlos. Die Blumen flüsterten noch ein wenig untereinander und fragten sich, ob sie geträumt hätten, ob es Wirklichkeit war, was sie gerade erlebt hatten. Ob sich dieses Schauspiel wohl in der nächsten Mondnacht wiederholen würde?
Dietlinde Heider
Lest bitte auch die Ergänzung zum Thema
--- Ergänzung zum Thema ----------------
Mohn mit Hummel.
Dieses Foto habe ich von einem Wiesenspaziergang mitgebracht.
-------------- Antworten: 16 Kommentare --------------
am Donnerstag, 3. Juni , schrieb Elke
Wie wunderschön! Die Geschichte ist einfach zauberhaft und das Foto ist irgendwie originell. Der Stempel und die Staubgefässe im Vergleich zur Hummel, das hat was von Mimikri (schreibt sich das so? Ich glaube da muß irgendwo ein "Y" rein).
Herzliche Grüße
Elke
am Donnerstag, 3. Juni , schrieb Elke
Sag ich doch: Mimikry! Man könnte ja einfach auch Tarnung schreiben *lächel*
Elke
am Donnerstag, 3. Juni , schrieb Marga Ritte
Hallo, liebe Linde!
Ein liebliches und fantastisches Märchen hast du uns geschenkt. Das könnte eine Gute Nacht Geschichte sein, oder?
Die Blumen-Hummel-Aufnahme ist einsame Spitze.
Danke, danke.
Herzliche Grüsse aus dem sehr warmen Neubrandenburg in Mecklenburg/Vorpommern sendet dir Marga.
am Donnerstag, 3. Juni , schrieb Dietlinde
Guten Abend, liebe Elke,
es ist wirklich so, dass das Auge der Kamera für uns viele Dinge deutlicher macht, die wir mit unseren Augen gar nicht so schnell und so klar erfassen können. Der spannendste Moment ist immer, wenn ich die Fotos von der Kamera auf den Compi übertrage und dann schaue, wie sie geworden sind. Oft sind irgendwo noch kleine Insekten versteckt, die ich vorher gar nicht gesehen hatte.
Ich habe noch ein paar Fotos, da verschwindet die Hummel total hinter dem Stempel und in den Staubgefäßen, da sieht man gar nichts mehr von ihr. Eine Hummel, ganz für den Mohn geschaffen.
Danke für Deinen lieben Besuch und einen schönen Abend wünsche ich Dir!
Dietlinde
am Donnerstag, 3. Juni , schrieb Dietlinde
Liebe Marga,
wirklich, eine Gute-Nacht-Geschichte könnte es sein. Daran habe ich noch gar nicht gedacht.
Jetzt wirst Du gut schlafen, weil Du sie gelesen hast. 
Lieb, dass Du vorbeigeschaut hast!
Liebe Sternengrüßchen gehen zu Dir nach Mecklenburg/Vorpommern.
Herzlichst
L i n d e
am Freitag, 4. Juni , schrieb Laura
Liebe Linde,
das hast du wunderschön gemacht. Es wirkt alles so federleicht, man möchte, die Geschichte soll nicht enden!
In deine Mohnblumenbilder habe ich mich bereits verliebt.
Vielleicht schreibst du tatsächlich weiter!
Mit einem Lächeln wünsche ich dir heute einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Laura
am Freitag, 4. Juni , schrieb Dietlinde
Liebe Laura,
das hast du schöööön gesagt und für Dein "liebes Lächeln" danke ich Dir von Herzen!
Seidige Mohnblütengrüße für Dich!
L i n d e
am Freitag, 4. Juni , schrieb Ingrun Schellhammer
Liebe Dietlinde !
Deine Geschichte mit den Schmetterlingen gefällt mir sehr gut, besonders, weil sie Himmel und Erde verbinden. Ein schönes Bild, auch zum Meditieren. Das Zarte, Verletzliche baut die Brücke zum Himmel.
Ganz liebe Grüße
Ingrun
am Freitag, 4. Juni , schrieb Biggi
Ach meine liebe Dietlinde, das ist ja eine so zauberhaft schöne Geschichte. Du hast mit deinen Worte ein Bild vor meinem inneren Auge gemalt, das wunderschön ist. Beim Lesen dachte ich ganz spontan an Elfen mit ihren zarten Schmetterlingsflügeln. Irgendwie schummert immer noch das Kind in mir, dass früher mit so viel Begeisterung und Fantasie Märchen verschlungen hat. Solche Geschichten wie diese bringen diese Liebe dafür wieder hervor. Dankeschön dafür und wenn möglich mehr davon 
Ich wünsche dir ein märchenhaft schönes Wochenende, liebe Dietlinde.
am Samstag, 5. Juni , schrieb Dietlinde
Liebe Ingrun,
Dein lieber Besuch hier in meinem Tagebuch freut mich ganz besonders!
Deine Interpretation meines Textes ist ganz genau der Kern meiner Geschichte und ich finde es wunderbar, wie Du ihn hier darlegst.
Sei lieb gegrüßt!
Herzlichst
Dietlinde
am Samstag, 5. Juni , schrieb Dietlinde
Ach, ist das nett, meine liebe Biggi, dass ich Dich verzaubern konnte mit meiner Geschichte, und dass Deine kindliche Freude an phantasievollen Erzählungen immer noch aus Deiner Kindheit wachgeblieben ist, dass Erinnerungen wieder auferstanden sind, die Dich an die Märchen aus Deiner Kindheit erinnern, die Dir so gefielen.
Ich hatte sehr viel Freude beim Schreiben dieser Geschichte, und als ich anfing damit, wußte ich noch nicht, was auf dieser Wiese geschehen würde und es war total spannend, was sich dann auf meinem Blatt Papier abgespielt hat. Eine schöne Erfahrung für mich. Mal sehen, ob sich gleiches wiederholen könnte. 
Sei lieb gegrüßt
Herzlichst
Dietlinde
am Sonntag, 6. Juni , schrieb Butzelkuh
Hallo liebe Dietlinde,
für einen kleinen Moment wird man selber zu einer Blüte innerhalb deines wunderbaren Wiesenblumemeers, lauscht den magischen Klängen der Mondmusik und sieht die Schmetterlinge tanzen...
Ganz herzlichen Dank für diese zauberhafte Geschichte!! 
Viele liebe Grüße,
Eva
am Sonntag, 6. Juni , schrieb Dietlinde
Liebe Eva,
ich freue mich immer sehr über liebe Gäste, die ein wenig bei mir mitlesen und ein paar nette Zeilen hier schreiben. Inzwischen habe ich Dich auch schon besucht, nur um die Ecke wohnst Du und hast ein wunderschönes feinsinniges, spirituelles mit einer duftenden Rose geschücktes Tagebuch. Oh, es hat mir so gut gefallen! Du webst wunderschöne Geschichten!
Liebe Sternengrüßchen!
Herzlichst
Dietlinde
am Montag, 7. Juni , schrieb Ocean
Hallo Dietlinde
über Biggis Tagebuch bin ich zu Dir gelangt... und bin ganz verzaubert von den wunderbaren Farben, Düften und Klängen, die Dein Märchen in mir erweckt! Für ein paar endlos scheinende Augenblicke war ich nicht mehr hier am Schreibtisch, sondern auf der Blumenwiese - danke dafür
und nun schau ich mal noch ein bisschen weiter bei Dir... wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
Liebe Grüsse,
Ocean
am Montag, 7. Juni , schrieb Ocean
P.S.: gerade sehe ich, dass Du Dein Tagebuch auch mit Greymatter erstellt hast
am Montag, 7. Juni , schrieb Dietlinde
Liebe Ocean,
freue mich sehr, Dich hier in meinem Tagebuch begrüßen zu können! Dann bist Du auch irgendwo ein "romantischer, ein Märchentyp", der sich gerne verzaubern läßt?
Der Kreativität Raum geben und Freude dran haben, ist eine große Freude für mich. Wie schön, dass wir diese Freude teilen können! Liebe Möhnblütengrüßchen für Dich, er blüht gerade so herrlich an den Wegrändern!
Herzlichst
Dietlinde
P.S. "Greymatter" ist korrekt!