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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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03/05/2004: "Eine Woche am Bauernhof"


Wieder eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit. Eine Gruppe von zehn Kindern aus unserem Ort wurde eingeladen, eine Woche Ferien auf einem Bauernhof bei Fulda zu verbringen. Mit einem Bus wurden wir in den Ferienort gebracht, herzlich begrüsst und aufgenommen.

Anschließend wurden wir Kinder aufgeteilt auf die Familien, die uns aufnehmen wollten. Ein Kind nach dem anderen wurde einer Familie mit Bauernhof zugewiesen. Ich wartete schon ungeduldig darauf, auch aufgerufen zu werden. Endlich kam ich als Letzte an die Reihe, und zu meiner Überraschung erfuhr ich, dass das Lehrerehepaar aus diesem Dorf sich für mich entschieden hatte. Ich weiß noch, wie mir der Gedanke durch den Kopf ging: "Vom Regen in die Traufe", kam ich doch aus einer Lehrersfamilie. Ich hatte mich so auf die Erlebnisse am Bauernhof gefreut, und nun sollte ich ausgerechnet zu einem Lehrerehepaar gehen. Meine Enttäuschung muss mir wohl ins Gesicht geschrieben gewesen sein. Das Lehrerehepaar hatte wohl erwartet, dass ich begeistert sein würde, aber glücklicherweise machte ich keinen Hehl aus meiner Enttäuschung, dass ich als Einzige nicht auf einem Bauernhof für diese Woche wohnen durfte und bat um Verständnis, dass ich gerne etwas anderes erleben wollte, als das, was ich ja schon kannte.

Sie fragten in der Runde, wer mit mir tauschen wollte, und es fand sich sofort ein Kind, das bereit dazu war. Ich war überglücklich, nun doch noch auf einem Bauernhof gelandet zu sein und habe die Woche dort mit allen Sinnen genossen. Ich weiß noch, dass mir das gemeinsame Essen, das ganz anders ablief als zu Hause, mit allen Leuten, die dort arbeiteten, sehr gut gefallen hat. Der Speiseplan war vollkommen anders, als zu Hause. Auch das war sehr reizvoll.

Später sind wir immer wieder mit unseren Kindern in den Oster- oder Herbstferien auf Bauernhöfe gefahren und haben eine Woche Ferien dort verbracht, denn unsere Kinder, als sie klein waren, mochten das auch sehr.

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 4 Kommentare --------------

am Mittwoch, 5. Mai , schrieb Sabine

Ich bin am Land aufgewachsen und kenne den Alltag von Kindern die in "bäuerliche Arbeiten" mit einbezogen werden - wenig lustig! Bei glühender Sommerhitze Heu einfahren, auf dem heißen Dachboden Mais rebeln bis man in einer riesigen Staubwolke sitzt und kaum mehr atmen kann, Mostbirnen und -äpfel klauben, bis der Rücken derart weh tut, dass man glaubt nie mehr gerade stehen zu können, ...
Ich glaube Urlaub auf dem Bauernhof ist schöner.

Liebe Grüße, Sabine

am Mittwoch, 5. Mai , schrieb Biggi

Mit Sicherheit hat Sabine Recht - das ganz normale Alltagsleben mit all den Pflichten auf dem Bauernhof ist für Kinder sicherlich nicht immer angenehm.

Aber Urlaub auf dem Bauernhof hat uns und vor allem unseren Kindern immer ganz viel Spaß gemacht. Und wir haben uns oft verwundert die Augen gerieben als wir sahen, wie gerne sie dort dann sogar auch freiwillig kleine Aufgaben übernommen haben. wink Aber es stimmt schon, was Sabine sagt - es ist halt ein Unterschied, ob man MUSS oder DARF.

Liebe Grüße an dich, liebe Dietlinde und auch gleich an Sabine razz

am Freitag, 7. Mai , schrieb Dietlinde

Liebe Sabine,
Urlaub auf dem Bauernhof ist und war immer eine Freude für Kinder und verschafft ihnen einen Einblick in eine andere Lebensweise und Tätigkeiten, die ihnen vorher vielleicht nicht bekannt waren. Der Alltag auf einem Bauernhof ist natürlich mit einem Urlaub nicht zu vergleichen.
Ein lieber Gruß für Dich!
Herzlichst
Dietlinde

am Freitag, 7. Mai , schrieb Dietlinde

Liebe Biggi,
wie schön, Ihr habt die gleichen Erfahrungen mit den Kindern am Bauernhof gemacht, wie wir. Interessant auch, dass man seine Kinder dort auch von einer ganz anderen Seite einmal kennen lernt. Es steckt immer mehr in ihnen, als wir für möglich halten, wenn sie Gelegenheit bekommen es zu beweisen.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, liebe Biggi.
Herzlichst
Dietlinde


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