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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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01/05/2004: "Ich kenne eine grüne Wiese"


Alle Jahreszeiten spiegeln sich in ihr. Frühling, Sommer, Herbst und Winter zeichnen ihre wechselnde Schönheit in einem Blumenbild in ihren Wiesengrund.

Ich kenne einen Wiesenbach, an dessen Rändern gelbe Sumpfdotterblumen blühen, von der Sonne vergoldet und mein Herz erfreuen. Das ist die Zeit, wenn es gelb wird am Bach und die Himmelschlüssel leuchten und der Wald sich an sein frisches Grün erinnert.

Ich kenne einen lichten Buchenwald, in dem im Frühling die Buschwindröschen einen weißen Sternenteppich weben.

Ich kenne eine Wiese, darin das Wiesenschaumkraut in zartem Rosé blüht und der Kuckuck 33 Mal ruft.

Ich kenne eine Sommerwiese, die mit weißen Margeriten und rotem Klee übersät ist, die grasfrisch duftet.

Ich kenne nach vielen Jahren wieder ein Weizenfeld dessen Ränder sich mit Kornblumen und rotem Mohn vermischen.

Die Spätsommerwiese duftet nach herbem Rainfarn, der sich gelbgepunktet, hoch aufrichtet, aus der Sommerwiese, die ich kenne.

Blumen der Jahreszeiten sind uns näher als die Sterne am Himmel und vergänglicher. Die Zeitspanne in der sie blühen, ist leicht überschaubar. Wir können Heimat finden in ihrem Jahresrhythmus.

Dietlinde Heider

Wachsen, Knospen und
Blühen - Früchte ansetzen -
Reifen in Stille...

Dietlinde Heider

Lest bitte die Ergänzung zum Thema "mehr dazu"

--- Ergänzung zum Thema ----------------

Apfelblütenknospen

Apfelknospen (55k image)

-------------- Antworten: 7 Kommentare --------------

am Samstag, 1. Mai , schrieb Sabine

Liebe Linde,

ich bin ganz deiner Meinung! Es tut gut fest im Jahreslauf eingebunden zu sein - das Leben verstreicht langsamer und das Gefühl des "immer wieder" (blüht der Löwenzahn, kommen die Schwalben, duften die Rosen, ...) gibt Sicherheit.

LG, Sabine

am Sonntag, 2. Mai , schrieb Biggi

Ein wunderschöner Text, liebe Dietlinde. Lächeln musste ich eben gerade, als ich las, dass der Kuckuck 33 Mal rief, denn das ist ein Thema heute in meinem Tagebuch. Ich habe leider noch nie gehört, dass ein Kuckuck so oft gerufen hat und das hat mir früher aus einem bestimmten Grund oft Sorge bereitet. Ich hab vorhin in meinem Tagebuch etwas darüber geschrieben big grin

Hab einen schönen Sonntag, liebe Dietlinde und sei lieb gegrüßt. Gute Nacht, ich verschwinde jetzt ins Bett smile

am Sonntag, 2. Mai , schrieb Brigitte

Hallo Dietlinde,
nun hatte ich aber eine Menge nachzulesen. War in der letzten Zeit etwas netzfaul und hab lieber die Sonne und die Natur genossen. Du hast das alles ja so schön beschrieben. Meine Wiese im garten wächst und gedeiht auch. Wir lassen sie immer einmal richtig wachsen, weil wir Heu für den Hasen brauchen. Bei Nachbars wird immer schön regelmäßig gemäht und die Blumen haben keine Chance. Wenn dann das Heu rein ist, wird auch regelmäßig geschnitten.
Nun hat der regen erst mal aufgehört. Aber es sieht alles gleich viel grüner und freundlicher draußen aus. Allerdings ist dem Unkraut der regen auch gut bekommen.
Nun wünsch ich dir einen schönen Sonntag, der hoffentlich nicht verregnet ist.
Tschüssi Brigitte

am Sonntag, 2. Mai , schrieb Dietlinde

Liebe Sabine,
sehr lieb, dass Du vorbeigeschaut hast. Es ist einfach schön, dass Verlass ist auf die Jahreszeiten z.B. den Frühling. Dass man weiss, er kommt in jedem Jahr und erfreut uns ganz bestimmt. Für die neue Woche wünsche ich Dir viel Freude.
Herzlichst
Dietlinde

am Sonntag, 2. Mai , schrieb Dietlinde

Liebe Biggi,
wie nett, dass Du wieder bei mir vorbeigeschaut hast. Die Geschichte vom Kuckuck kenne ich auch, aber im Gegensatz zu Dir habe ich sie als Kind nie ernst genommen, obwohl ich auch immer mitgezählt habe, wie oft er gerufen hat. Ich habe mir immer gedacht, im nächsten Jahr, wenn ich ihn wieder höre, dann zähle ich einfach die Jahre wieder zu den vorhergehenden dazu, dann wird es schon eine lange Zeit werden smile.
Für die neue Woche wünsche ich Dir viel Freude, und dass du den Frühling weiterhin genießen mögest. Ich tus auch!
Grüßchen
L i n d e

am Sonntag, 2. Mai , schrieb Dietlinde

Liebe Brigitte,
ich gebe auch der Natur immer den Vorrang vor meinem Compi. Da denke ich wie Du.
Gestern hat es von morgens bis in die Nacht ohne Unterbrechung auch bei uns geregnet. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann das das letzte Mal so anhaltend war, aber es ist ein Duft von frischer Erde in der Luft, der herrlich ist und für alles entschädigt. Heute war es wunderbar, das Wetter mit dicken weißen Wolken am Himmel, die ich so mag, angenehme 20 Grad. Herz was willst Du mehr. Wir hatten unseren kleinen Enkel Leon 5 Jahre alt, über das Wochenende zu uns geholt und eben gerade sind wir zurückgekommen, weil wir ihn wieder zu seinen Eltern gebracht haben. Herrliche gelbe Rapsfelder gab es unterwegs zu sehen, auf die er mich immer wieder aufmerksam gemacht hat und der Ginster blüht auch schon an den Straßenrändern. Eine wunderschöne Fahrt war es heute.
Lass die neue Woche gut angehen.
Grüßchen
L i n d e

am Montag, 3. Mai , schrieb Laura

Zartes Maiengrün
Betäubender Fliederhauch
Schmetterlingsgefühl

Liebe Linde,
Hörst du den Kuckuck, so musst du Geld in der Tasche haben, sonst bleibst du ein ganzes Jahr arm, so hat man uns immer vom Kuckuck erzählt! Und wer möchte schon arm sein?
So denke ich also ein Leben lang, wenn der Kuckuck ruft, an Geld!

Liebe Grüße
vom schönen Niederrhein
Laura

hehe


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