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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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15/03/2004: "Mary und Penny"


In unserer Nachbarschaft in meiner Kindheit war ein amerikanisches Ehepaar mit einem kleinen Mädchen namens Mary neu zugezogen. Sie wird zwei, drei Jahre alte gewesen sein. Die Ehefrau war eine Deutsche und er war ein amerikanischer Soldat, stationiert am Knüll in einer amerikanischen Kaserne.

Es ergab sich, dass ich auf Mary aufpassen durfte und ein Jahr später bekam sie noch ein Geschwisterchen, nämlich Penny. Es waren zwei wunderbare Mädchen und ich hatte meine Freude an ihnen und am Babysitten. Wir standen auch noch später in Briefwechsel, als sie nach einigen Jahren nach Amerika ausgewandert waren, bekam ich oft Ansichtskarten von "drüben".

Als Belohnung für mein Aufpassen auf die Kinder, schenkten sie mir ab und zu Pizza in einer großen Packung zum Selberzubereiten.
Das war die Köstlichkeit, deren Duft ich heute immer noch in der Nase habe, und diese Spezialität, die es damals sonst nirgends gab, ist eine wunderbare Erinnerung an meine Kindheit und Jugend.

Man mußte aus dem Mehl einen Teig bereiten, ihn dünn ausrollen und auf ein Backblech legen. Aus einer Dose gab man dann pürierte Tomaten auf den Teig. Eine fingerdicke spezielle Peperoni-Pizza-Salami wurde in kleine Ringlein geschnitten und auch auf die Pizza gelegt. Aus einem Beutel wurde ein Pizzagewürz entnommen und darübergestreut. Zum Schluss wurde mit einem Nagel Löcher in eine Dose geschlagen, die sich auch in der Packung befand, die geriebenen Käse enthielt, der auch über die Pizza gestreut wurde.

War alles fertig, schoben wir sie in den Ofen und schon nach Minuten verbreitete sich ein Duft in der Küche, den ich ganz besonders liebte. Sie wurde immer ganz knusprig und schmeckte so gut, wie später nie mehr.

Dietlinde Heider


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