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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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07/03/2004: "Probe "Erster"!"


Der Frühling, der uns Kinder mit aller Macht wieder auf die Gassen zog, ließ uns mit unseren Spielen fortfahren, die wir wegen des Winters draußen unterbrochen hatten. Eins meiner Lieblingsvergnügen war: "Probe! Erster"! Ein Ballspiel an einer Hauswand, das aus 10 - 15 verschiedenen Übungen bestand, den Ball an die Wand zu dotzen.

Wir nahmen dazu die rechte und linke Faust, beide Innenseiten des Ellbogens, rechtes, linkes Knie, dann beide Hände indem man die Finger ineinander verschränkte und mit den Handrücken den Ball dotzte. Eine ander Übung ging unter dem jeweils rechten und linken Knie duch, mit beiden Schultern den Ball an die Wand dotzen. Auch werfen und sich dabei drehen. Den Ball hinter dem Rücken halten und auf die Wand werfen und wieder fangen. Sich mit dem Rücken zur Wand stellen und dann den Ball wieder fangen.

Fiel der Ball bei einem Wurf auf die Erde oder wurde nicht gefangen, war man "ab" und die Freundin kam an die Reihe auch diese Übungen zu machen. Wer als Erste alle festgelegten Übungen durchgespielt hatte, war die Siegerin. Man sagte immer gleich das Wort "Erster" dazu, weil man dann im Vorteil war mit dem Spiel zu beginnen und außerdem nicht warten brauchte, bis man endlich an die Reihe kam.

Unsere Kinder haben dieses Ballspiel nie gespielt. Es würde mich sehr interessieren, ob jemand dieses Spiel kennt und weiß, ob es noch gespielt wird.

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 10 Kommentare --------------

am Sonntag, 7. März , schrieb Maria

Guten Abend liebe Dietlinde !
Das Ballspiel kenn ich leider nicht, obwohl ich mit meinen Geschwistern viel mit dem Ball spielte.
Ich wünsch dir einen schönen Wochenbeginn!
Liebe Grüße
Maria

am Montag, 8. März , schrieb Dietlinde

Liebe Maria,
danke für Deinen Kommentar. Es ist mal interessant zu lesen, wie verbreitet dieses Ballspiel war. Wahrscheinlich doch eher regional anzutreffen in unserer Gegend.
Vielleicht kennt es ja doch noch irgendjemand? smile

Alles Liebe
Dietlinde

am Dienstag, 9. März , schrieb piri

Hallo Dietlinde!

Mir ist das Ballspiel bekannt, es war aber immer schwer eine geeignete Hauswand zu finden an die wir die Bälle spielen konnten. Ich erinnere mich auch, dass der Hausmeister rauskam und uns verscheuchte, weil wir seine Wand schmutzig machten!

beste Dienstagsgrüße, piri

am Dienstag, 9. März , schrieb Dietlinde

Liebe Piri,
es tut mir richtig gut, dass Du dieses Ballspiel kennst, denn ich dachte schon, es sei ein ganz ausgefallenes, exotisches Spiel. Danke für Deinen lieben Kommentar und Besuch!
Die Schwierigkeit mit der richtigen Hauswand hatten wir auch. Wir lösten sie dann, indem wir uns dem Feuerwehrschuppen auf der Rückseite zuwendeten. Da hatte dann niemand etwas dagegen.
Wünsche Dir weiterhin einen schönen Tag!
Grüßchen
Dietlinde

am Dienstag, 9. März , schrieb gertraud

Hallo Dietlinde,
wir haben dieses Spiel auch gespielt. Wenn ich niemanden zum Mitmachen hatte, dann eben alleine.
Stundenlang.Trotzdem bin ich eine miserable Ballspielerin geworden.
Im Sport haben wir immer Völkerball gespielt. Da hab ich kaum einmal einen Ball erwischt und war immer gleich abgeschossen. Die Männer spielten manchmal Faustball. gibt es heute auch nicht mehr. Heute spielen die Kids Volleyball oder Basketball. Unsere Nachbarn haben extra einen Korb aufgehängt, damit die Kids üben können.
gruß gertraud

am Dienstag, 9. März , schrieb Dietlinde

Liebe Gertraud,
freut mich, dass das Spiel auch in Bayern bekannt gewesen ist und Du auch Freude daran hattest. Eine Gemeinsamkeit für uns beide besteht darin, dass auch aus mir kein Ball-Ass geworden ist. Wir mußten immer den Ballweitwurf mit einem kleinen Lederball üben. Leider habe ich ihn nie zur Vollkommenheit entwickeln können und dieser Weitwurf hat nie das Wohlgefallen unseres Turnlehrers hervorgerufen, was ich sehr bedauert habe, weil ich immer sehr bemüht war, Erwartungen, die in mich gesetzt waren, zu erfüllen. Das hat sich glücklicherweise im Laufe meines Lebens geändert.

Dein lieber Besuch hat mich sehr gefreut.
Mir hat Dein Text so gut gefallen in Deinem "Bloghaus", in dem Du beschreibst, wie Du den frischgefallenen Schnee nachts genossen hast, fast meditativ hast du empfunden. Sehr, sehr schön!
Liebe Grüße
L i n d e

am Dienstag, 9. März , schrieb Brigitte

Hallo Dietlinde,
dieses Spiel haben wir als Kinder bis zum Abwinken gespielt und wir waren da richtig Meister drin. Auch ging nicht jeder Ball gleich gut. Am besten ging es mit denen, die schon etwas Luft gelassen hatten. Wir haben da die Tollsten Kunststücke gemacht und wenn wir abends rein mussten, gab's immer Zoff mit den Eltern. Schade, dass das heute nicht mehr gespielt wird. Die Kids kennen das gar nicht mehr.
So, nun geh ich aber ins Bett. Wir waren beim griechen und ich bin rappelvoll und faul.
N8i Brigitte

am Dienstag, 9. März , schrieb Dietlinde

Liebe Brigitte,
wie schön, dass Du auch begeistert warst von dem Ballspiel aus der Kindheit. Also doch weit verbreitet diese Leidenschaft mit dem akrobatischen Ballspiel. Nun haben wir es noch einmal ein wenig zum Leben erweckt, wenn auch nur in Gedanken.
Dann wünsche ich dir eine gute Nacht!
Sternengrüßchen
L i n d e

am Mittwoch, 10. März , schrieb frizztext

Nun haben wir es noch einmal ein wenig zum Leben erweckt, wenn auch nur in Gedanken.
...
dietxyx: erinnerst du dich, liebe dietyxy, wie wir einmal einen dialog hatten über die ZEIT UNTER DER MASKE DES ORTES (schopenhauer)? das wiederfinden ist weniger durch hinfahren zu erreichen als durch graben in sich selbst - und kommunikation. unseren damaligen gesprächsfaden habe ich versucht weiterzuschieben auf der seite www.frizztext.de/flucht-punkte.html
grüße: dietmar an dietlinde

am Mittwoch, 10. März , schrieb Dietlinde

Lieber Dietmar,
Deine Gedanken zu meiner Ballspiel-Erinnerung sind äußerst interessant. Ich war auf Deiner web-page und habe "Flucht-Punkte" gelesen. Auch daraus geht hervor, wie Du auch schreibst, dass der Ort der Erinnerung nicht der geografische ist, sondern der Ort in unserem Inneren, in dem das Erlebnis der Kindheit wohnt, lebt, sich eingenistet hat. Durch Kommunikation, die Erinnerung wieder auffrischen, neu beleben, Menschen finden, die auch Freude daran haben, ähnliche Erinnerunen wieder wach zu rufen, das ist es, was mir Freude bringt.
Ich danke Dir für Deinen interessanten Denkanstoß!
Liebe Grüße
Dietlinde


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