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07/02/2004: "Wenn Opa malte, war er glücklich"
Opa kannte sich nicht nur in Wald, Flur und Gemüsegarten aus. Er war auch ein Künstler. Aquarellmalen machte ihm grosse Freude. Blumenbilder malte er mit inniger Leidenschaft und grossem Talent! Seine liebsten Bilder waren mir speziell seine Rosenaquarelle. Eines davon, eine dunkelrote Rose und zwei rosarote Rosen mit Knospen habe ich heute noch in unserem Wohnzimmer hängen aus mehreren Gründen. Zum Andenken an Opa, weil er so ein wunderbarer Mensch war. Zweitens, weil mich dieses Rosenaquarell an meine glückliche Kindheit erinnert und weil es ein wunderschön zartes Rosenaquarell ist, das eine Rosenliebhaberin, so wie ich es bin, von Herzen erfreuen muss!
Ein ganz entzückendes Fliegenpilzaquarell hängt in unserem Flur und lässt die "Schwammerlsuche" in meinen Gedanken wieder aufleben. Auch Kopien von Bildern berühmter Maler wie Franz Marc, August Macke, fertigte er an. Die Tierbilder liebten wir beide sehr. Ich schaute ihm oft beim Malen zu. Zuerst fertigte er ein Kästchenraster an, und übetrug dann das Original ganz genau.
Früher war es nicht üblich, dass man Ausstellungen in der Gemeinde hatte, wie es heute oft der Fall ist, dass im Bürgerhaus oder in der Sparkasse Bilder von Gemeindemitgliedern ausgestellt werden, die schön und gerne malen. Opas Fan-Gemeinde waren die Nachbarn, die oft einmal zu uns herüber kamen, um seine Bilder anzuschaun und zu bewundern. Das freute Opa immer ganz besonders!
Dietlinde Heider


