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Gedanken zwischen Himmel und Erde



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29/01/2004: "Waldschule"


Das Projekt "Waldschule" hatte mein Vater ins Leben gerufen. Ein Leitgedanke von ihm war, den Schulkindern die Natur, ihre Schönheit und das Wunderbare in jedem Tautropfen nahe zu bringen. Nirgends läßt sich dies besser verwirklichen, als in der freien Natur. Er fand bei der Gemeinde, Eltern und Schülern Anklang mit seiner Idee und so wurde sofort begonnen mit der Umsetzung seiner Vorstellung von der "Waldschule". In einem lichten Buchenwald am Rande unseres Ortes wurde damit begonnen in Selbsthilfe. Schüler und Eltern und Menschen, die dieses Projekt unterstützen wollten und es befürworteten, halfen mit. Es wurde aus der Kistenfabrik, die es im Ort gab, Holz gespendet für Tische und Bänke.

Im Nu waren genügend Sitzplätze und Tische vorhanden und die Waldschule wurde eingeweiht. 2 Mal in der Woche vom Frühling bis zum Herbst, wenn es das Wetter erlaubte, wurde nun dort der Unterricht abgehalten, statt im Schulgebäude.

Ich liebte diese Schulstunden in freier Natur.

Das Projekt erregte Aufsehen und die Anregung für eine Waldschule wurde gerne aufgenommen. Es wurde im Kreis zur Nachahmung empfohlen.

Diese außergewöhnliche Möglichkeit im Herzen der Natur den Frühling, den Sommer und den Herbst in seiner jahreszeitlichen Abfolge auch während der Schulstunden zu erleben, war einmalig. Durch Vogelkonzert, Eichelhähergekreische und ab und zu durch ein Eichhörnchen abgelenkt zu werden, das gerade einen Tannenzapfen stibitzte, war schon wunderbar. Es gab kaum etwas Interessanteres als Kind für mich in dieser Zeit, als die Natur mit großem Staunen zu erleben und zu betrachten.

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 6 Kommentare --------------

am Donnerstag, 29. Januar , schrieb Elke

Liebe Dietlinde,
wenn ich bei dir lese, dann fühle ich mich immer in eine andere - bessere - Welt versetzt.Danke.

Elke

am Donnerstag, 29. Januar , schrieb Dietlinde

Liebe Elke,
wenn ich durch Dein liebevolles feedback erfahre, dass Du bei mir liest im Tagebuch, dann freue ich mich immer ganz arg. Zeigt es doch auch, dass meine Geschichten, den einen, oder die andere interessieren. Dankeschön für Deinen lieben Besuch!

Schlaf schön und tauche Deine Träume in Regenbogenlicht. Dann sind sie verzaubert. smile
Grüßchen
Dietlinde

am Donnerstag, 29. Januar , schrieb Brigitte

Wir haben hier auch eine Waldschule. Robby war in der Grundschule mal eine Woche mit der Klasse da und ich war als betreuer mit. War das schön und die Kinder haben sich richtig dafür interessiert. man sollte solche gelgenheiten viel öfter nutzen. Der Förster hat die Kinder unterrichtet, ist mit ihnen in den Wald und dann durften sie selbst mit der Axt Bäume entästen. Das hat ihnen Spaß gemacht. Ich wünsch dir noch eine gute Nacht.
Tschüssi Brigitte

am Freitag, 30. Januar , schrieb Peter

Salü Dietlinde,
Verschiedene Gemeinden in der Schweiz bitten einen Waldkindergarten an. Die Kinder sind immer draussen in freier Natur. Egal welches Wetter herrscht. So nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter wenn man richtig angezogen ist. Mein Enkel Niklas ist hell begeistert und betont immer wieder, dass sie kein Hüesli hännt(Haus haben).
Viele Grüess Peter

am Freitag, 30. Januar , schrieb Dietlinde

Liebe Brigitte,
"Waldschule" ist wirklich ein wunderbares Thema! Ich freue mich ganz besonders, dass diese wunderbare "Einrichtung" von damals noch in unterschiedlicher Ausführung heute noch besteht. Das hatte ich gar nicht zu hoffen gewagt. In unserer Gegend habe ich noch nicht davon gehört. Deshalb danke ich Dir besonders, dass Du davon berichtet hast. Du hast selbst am Unterricht als Betreuerin teilgenommen und hast gespürt, was es für eine Freude schenkt. Es bringt die Kinder wirklich hautnah in Kontakt mit der Natur, was ich für außerordentlich wichtig erachte.

Ich wünsche Dir, dass du das Wochenende von Herzen genießt!
Liebe Grüße
Dietlinde

am Freitag, 30. Januar , schrieb Dietlinde

Lieber Peter,
das hat mich ja begeistert, dass es bei Euch die Möglichkeit zum Besuch eines "Waldkindergartens" gibt. Wirklich, bei den Kleinsten anzufangen, ihnen die Wunder der Natur nahezubringen, ist die beste Grundlage, sich auch für später verantwortlich der Natur gegenüber zu fühlen und Naturschutz großzuschreiben.

Wunderbar auch, dass Niklas, Dein Enkel, diese Aufenthalte dort so schätzt. Sein "Hüesli" ist dann das Blätterdach der Natur.

Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende
und schick dir e liiebs Grüessli
Dietlinde


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