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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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27/01/2004: "Ausgebackene und getrocknete Pilze"


Hatten wir viele Herrnpilze gefunden, schnitten wir die Koppen, die Kappen ab. Sie gab es dann am nächsten Tag ausgebacken in Fett zum Mittagessen. Ich fühle heute noch ihre himmlisch zarte Beschaffenheit, wenn ich an dieses köstliche Gericht denke, und der Geschmack dieser aromatischen Pilze damals, war einfach wunderbar!

Ältere Birkenpilze, Rotkoppen, Pfifferlinge und die Stiele von den Herrnpilzen verarbeiteten Opa und ich am nächsten Tag. Wir gingen in den Schuppen und suchten die schmalen, flachen Bretter, die wir vom vorigen Jahr aufgehoben hatten zum Zwecke des Pilzetrocknens.

Sie wurden gesäubert und in die Küche gebracht. Dann wurden die Pilze geputzt und die verbliebenen Teile und Stiele längs und flach durchgeschnitten und schön nebeneinander auf die Bretter verteilt. Ich durfte sie einzeln in unseren luftigen Schuppen tragen. Dort hatten wir eine Vorrichtung, in die ich die Bretter mit den Pilzen übereinander schob. Ab und zu wendeten wir die Pilze und wenn sie getrocknet waren, kamen sie in ein Baumwollsäckchen in die Küche an einen Haken in die Nähe des Ofens.

Ich habe nie mehr so gute Kartoffelsuppe gegessen, wie damals, in meiner Kindheit, wenn wir die getrockneten Pilze in dem Eintopf mitkochten. Dieses Aroma unserer selbstgesammelten Pilze war unübertrefflich!

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 4 Kommentare --------------

am Sonntag, 8. Februar , schrieb Sabine

Auch bei mir trocknen Kräuter und Pilze vor sich hin und geben den Speisen ein wunderbares Aroma.

Du solltest das nicht nur als schöne Kindheitserinnerung belassen sondern unbedingt wieder mit sammeln und verwerten beginnen!

LG, Sabine

am Sonntag, 8. Februar , schrieb Dietlinde

Liebe Sabine,
danke für die Anregung. Wahrscheinlich hast Du Recht, und ich könnte Deinen netten Anstoß wirklich umsetzen in die Tat und wieder anknüpfen an das Pilzesammeln. Was für Kräuter trocknest Du? Was wächst bei Euch? Ich nehme an, Du schreibst aus Österreich, wegen des "Wiener Schwammerl-Pfifferling-Rezeptes" schließe ich da messerschaf darauf.

Liebe Grüße
Dietlinde

am Sonntag, 8. Februar , schrieb Sabine

Liebe Dietlinde,

vollkommen richtig - Du hast mich als Wienerin entarnt wink

Zum einen werden bei mir gesammelte Kräuter getrocknet, wie z.B.: Waldmeister, Holunderblüten, usw. Vieles wird auch in Alkohol eingelegt um köstliche Essenzen daraus zu zaubern (ein Beispiel: Robinienblüten).
Und dann natürlich die Überschüsse von meinem Balkongärtlein, damit auch im Winter immer genug zum Würzen da ist (Bohnenkraut, Brennessel, Majoran, Lavendel, ...)

am Sonntag, 8. Februar , schrieb Dietlinde

Liebe Wienerin, Sabinesmile,
wie ich lese, bist Du eine echte "Kräuterfrau" und der Herstellung von allerhand geheimnisvoller "Essenzen" mächtig.
Was ich auch aus dem Garten sammle, sind die Blüten von Lavendel für Duftkisschen.
Pfefferminze habe ich im Garten, die ich aber am liebsten ganz frisch nehme, zwei Stängel mit Blättern auf ein Glas und mit kochendem Wasser überbrühen, und dann die Pfefferminze im Teeglas lassen. Es schmeckt so herrlich!
Ein lieber Sternengruß nach Wien!
Herzlichst
Dietlinde


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