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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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22/01/2004: "Wir gehen in die Pilze"


so hieß es, wenn Opa und ich uns aufmachten im Herbst, um Schwammerln zu suchen. Wir hatten Leinentaschen und Opa besaß ein spezielles Pilzmesser, das immer zum Einsatz kam, wenn wir einen Pilz oder eine Pilzfamilie entdeckt hatten. Ich lernte ganz schnell, wenn ich einen Herrnpilz, so hieß bei uns der Steinpilz, gefunden hatte, im Umkreis weiter zu suchen, denn mit ziemlicher Sicherheit waren da noch mehr "Verwandte". So nannte Opa die Pilzgesellschaft, die dort noch anzutreffen war. Aus zwei oder drei Pilzen bestand meist die Pilzfamilie, ein etwas älterer Pilz, öfters schon etwas wurmstichig, ein mittlerer und meist ein kleiner. War der "Kleine" noch zu winzig, sagte Opa: "Wir lassen ihn noch stehen und merken uns die Stelle. Er kann noch ein wenig wachsen. Wir kommen noch einmal in zwei, drei Tagen hier her und holen ihn dann".

Es war spannend für mich, ob wir den Pilz später wiederfinden würden. Meistens war es der Fall.

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 4 Kommentare --------------

am Donnerstag, 22. Januar , schrieb Wolfgang

Liebe Linde!

Ein schöner Zufall, das mit den Pilzen! Während meine vielen Wochenend- und Ferientage, die ich in jungen Jahren im schon besagten Mühlviertel verbringen durfte, wurde ich zum regelrechten "Schwammerl-Narren"! Es war, neben der ungeheuren "Fachkenntnis", die ich mir aneignen durfte, einfach auch schön, so oft ich wollte, stundenlang im Wald herumzustreunen und an guten Herbsttagen mit 2-3 Kilogramm feinster Pilze nach Haus zu kommen - was für ein Schmaus für die ganze Famile!
Seit der Tschernobyl-Katastrophe sind wir da ein wenig vorsichtiger geworden und wohl auch etwas wählerisch - meine geliebten Maronenröhrlinge waren auf Jahre hin verstrahlt!

Wenn ich heute "in die Schwammerln" gehe, dann leider nur mehr sehr, sehr selten.

Danke für den Anstoß zu vielen schönen Erinnerungen!

Wolfgang

am Freitag, 23. Januar , schrieb Dietlinde

Lieber Wolfang,
wie schön, dass Du auch so herrliche Streifzüge durch den Wald unternommen hast und sie so genießen konntest. Die Freude bei der Entdeckung eines "Schwammerls" ist einfach wunderbar! Viele Schwammerln, große Freude!

Schöne Erinnerungen wieder nachzuempfinden
gewährleistet, dass sie lebendig bleiben.

Ich sende Dir himmelblaue Wochenendgrüßchen!
Herzlichst
Dietlinde

am Samstag, 31. Januar , schrieb Biggi

Ich habe dein Tagebuch entdeckt, liebe Dietlinde und ich bin richtig berührt. Es ist so schön, wie du über deine Kindheitserlebnisse mit deinem Opa schreibst. Er muss ein besonderer Mensch gewesen sein, wenn er noch heute so sehr in deinen Gedanken ist. Ich habe leider noch keine Enkelkinder, aber hätte ich welche, dann würde ich mir wünschen, dass sie in vielen vielen Jahren auch noch ab und zu über ihre Oma sprechen *lächel*

am Sonntag, 1. Februar , schrieb Dietlinde

Liebe Biggi,
ich danke Dir für Deinen lieben Besuch und freue mich, dass Dir meine Erinnerungen an die Kindheit gefallen. Ich bin sicher, dass gerade Omas und Opas ihre Enkel besonders lieben, auf andere Art als die Eltern.
Und an Dich, liebe Biggi, davon bin ich überzeugt, werden sie liebevoll denken und später sagen: "Wir hatten eine wunderbare Großmama!"

Liebe Sonntagsgrüßchen für Dich!
Herzlichst
Dietlinde


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