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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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04/01/2004: "Katzenpfötchen"


Es war nicht nur die Erinnerung an meinen Vater, die dieses Gedichtsbuch wieder wachrief, sondern 2 gepreßte Katzenpfötchen, ein rosagefärbtes und ein silbergraues vom Knüllköpfchen, einem Mittelgebirgskamm in Oberhessen, die ich entdeckte zwischen den Seiten dieses Büchleins. Sie ließen mich wieder an unsere Wanderungen in der Kindheit denken und Bilder vom Reisighüttenbau im Wald wurden wieder lebendig.

Der Knüll war in meiner Kindheit das Wandergebiet meiner Eltern und für mich an Wochenenden und in den Ferien. Es gab dort eine Jugendherberge in der wir einige Tage übernachteten. Es waren immer schon die dort wachsenden Blumen und Gräser, die mich faszinierten. Mein Vater, selber ein großer Naturfreund, unterstützte meine Wissbegierde, indem er mir die Natur, ihre Schönheit und kleine Wunder in Wald und Flur nahe brachte.
Ich erinnere mich, dass er mir einmal in einem Schlehenstrauch eine aufgespießte Hummel an einem Schlehendorn zeigte, die der Neuntöter, ein Vogel, als Vorrat für futterarme Zeiten dort hinterlassen hatte. Gerade, weil als Kinde dieses Erlebnis so zwiespältig in seiner Wirkung auf mich war, habe ich es nicht vergessen. Ich bewunderte das Geschick des Neuntöters, die Raffinesse von ihm, mit der er für Vorrat sorgte, aber gleichzeitig bedauerte ich das Schicksal der armen Hummel und das ganze Erlebnis verwirrte mich damals sehr.

Dietlinde Heider



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