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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Startseite » Tagebuch-Archiv » Dezember 2003 » Fortsetzung der Geschichte des Briefes an die "Sun"

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23/12/2003: "Fortsetzung der Geschichte des Briefes an die "Sun""


36 Jahre nachdem ihr Brief in der Zeitung erschien, erzählte Virginia O'Hanlon, wie es dazu gekommen war:

Natürlich glaubte ich an den Weihnachtsmann, er hatte mich ja noch nie enttäuscht. Als aber weniger glückliche kleine Jungen und Mädchen sagten, es gäbe keinen Weihnachtsmann, wuchsen Zweifel in mir. Ich fragte meinen Vater, und er war bei diesem Thema etwas ausweichend.
Es war in unserer Familie üblich, bei Unsicherheiten bezüglich der Aussprache eines Wortes oder bei Zweifeln an historischen Fakten an die "Frage und Antwort" - Kolumne der Sun zu schreiben. Vater sagte immer: "Wenn es in der Sun steht, stimmt es auch" - und das beendete jeden Disput.
"Nun ich werde einfach an die Sun schreiben und die echte Wahrheit herausfinden", sagte ich zu Vater. Er antwortete: "Leg los, Virginia. Ich bin sicher, die Sun wird Dir die richtige Antwort geben, wie sie es immer tut."

So kam es, dass das kleine Mädchen diesen Brief abschickte. Er wurde an den Redaktor Francis Church weitergeleitet. Dieser hatte bereits 20 Dienstjahre bei der New York Sun hinter sich. Er war der Sohn eines Baptisten-Pastors und hatte als Motto: Strebe danach, Deinen Geist frei von Scheinheiligkeit und Heuchelei zu halten.
Wenn im Kommentar kontroverse Themen anzupacken waren, besonders solche theologischer Art, wurde normalerweise Church mit dieser Aufgabe betraut. Nun hielt er den Brief eines kleinen Mädchens in der Hand und wusste sofort, dass es keinen Weg gab, die Frage zu umgehen. Er musste wahrheitsgemäss antworten und schrieb einen der bemerkenswertesten Kommentare der Zeitungsgeschichte.

Virginia wurde Lehrerin, später Rektorin einer städtischen New Yorker Schule. Während ihres ganzen Lebens erhielt sie ständig Post wegen ihres Weihnachtsmann-Briefes.
Sie starb am 13. Mai 1971 im Alter von 81 Jahren.

Mein besonderer Dank für die Zustimmung zur Veröffentlichung auf meiner web-page gilt
Inge Böll aus Basel, die mir freundlicherweise den 2. Teil des Briefes an die "sun" per e-mail zugesandt hat.

Dietlinde Heider


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