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Gedanken zwischen Himmel und Erde



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20/12/2003: "Vier Kerzen"


Eine Geschichte, die Mut machen soll, an das Gute im Menschen zu glauben. Immer kann es eine positive Wende im Leben eines Menschen geben. Er vermag anfänglich schwierigen Geschehnissen nun einen positiven Sinn zu geben. Es tut sich eine Tür auf, ein neuer Weg scheint begehbar zu werden. Ein Lichtstrahl erhellt die Finsternis.

Vier Kerzen
Sie brannten auf einem Adventskranz und unterhielten sich leise. Die erste Kerze flüsterte: "Ich heiße Frieden. Es herrscht Zwist und Bosheit in der Welt. Kriege werden angezettelt. Unschuldige Menschen müssen sterben", und traurig verlöschte sie.

Die zweite Kerze raunte: "Ich heiße Glauben. Wer glaubt heute noch. Für wen ist die Botschaft Gottes wichtig? Wer hält noch unbeirrt am Glauben fest? Viele zweifeln, vergessen ihn", und traurig verlöschte sie.

Die dritte Kerze sagte leise: "Ich heiße Liebe. Wer lebt heute noch die Liebe, wer spürt, daß sie wichtig ist. Jeder denkt nur noch an sich selbst. Der Nächste ist weit entfernt. Nächstenliebe ist ein Fremdwort", und traurig verlöschte auch sie.

Nun brannte nur noch eine Kerze, die vierte. Ein Kind kam in das Zimmer, und sah diese einzige Kerze brennen. "Sie sollen doch alle brennen", rief es aus.

Die vierte Kerze flüsterte leise: "So lange ich brenne, können die anderen drei Kerzen wieder angezündet werden, denn ich heiße Hoffnung".

Dietlinde Heider


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