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18/12/2003: "Süßer die Plätzchen nie schmecken..."
Die Düfte, die uns vom Plätzchenbacken umgeben, kündigen Weihnachten schon an. Ein Duft von Anis, Vanille, Nelken und Zimt liegt in der Luft. Sie gehören einfach zum Christfest dazu, die süßen Leckereien!
Allerdings haben historisch gesehen unsere Plätzchen anfänglich recht wenig mit dem heiligen Abend zu tun. Die Ägypter waren diejenigen, die zuerst auf den Geschmack von Süßigkeiten dieser Art kamen. In ältesten Schriften schwärmten sie von Honigspeisen, lange bevor Europa in den Genuß dieser Gaumenfreuden kam. Hierzulande kannte man Süßigkeiten nur als Medizin. Die Apotheker des 13. Jahrhunderts kochten ihre Heilkräuter und Gewürze mit geschmolzenem Zucker ein und versüßten somit den bitteren Geschmack mancher Medizin. "Konfekt" nannte man damals diese Zubereitung.
Die Italiener verfeinerten schließlich diese Kunst. Auf Handelswegen gelangten diese süßen Waren dann zu uns. Anno 1368 ist die erste Zuckerbäckerei in Augsburg erwähnt, was alte Schriften dokumentieren.
Von Generation zu Generation werden zahlreiche Rezepte vererbt, modernisiert, neue Kreationen kommen hinzu, sie werden variiert, verfeinert, mit Rezepten anderer Kulturen vermischt, doch immer noch gilt die alte Weisheit der Zuckerbäcker: "Wer will gute Plätzchen backen, der muß haben sieben Sachen..." wie z.B. bei den "Mohnküsschen", dessen Rezept ich morgen verrate.
Dietlinde Heider


