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16/12/2003: "Süßer Adventskalender 2. Teil"


Auch die Weiterentwicklung des Adventskalenders aus seinen Anfängen heraus, ist sehr interessant, und ich hoffe, Ihr habt Freude an der Geschichte des Adventskalenders.

Als Erfinder des gedruckten Adventskalenders gilt Gerhard Lang, der einer schwäbischen Pastorenfamilie entstammte. Um ihm das Warten auf das Christkind etwas zu versüßen hat seine Mutter ihm einen Adventskalender gebastelt aus 24 nummerierten Schächtelchen, in das sie jeweils ein "Wibele" legte. Wibele ist eine schwäbische Biskuit-Spezialität, die in Langenburg ursprünglich 1763 kreiert wurde von dem Bäcker Wibele und nach ihm benannt ist.

Diese Idee seiner Mutter soll Gerhard Lang dann dazu animiert haben, das Herstellen eines Adventskalenders weiter zu verfolgen. Er wurde später ein Mitbegründer der Münchner Lithographischen Kunstanstalt und dort wurde 1904 der erste gedruckte Adventskalender hergestellt. Er hatte noch keine Fensterchen und Türen zum Öffnen, sonder bestand aus zwei gleich groß gedruckten Bögen. Einer der Bögen war mit christlichen Sinnsprüchen bedruckt, während der andere religiöse Bildmotive enthielt. Jeden Tag wurde ein Bildmotiv herausgeschnitten und auf den zugehörigen Sinnspruch geklebt.

Die ersten gedruckten Adventskalender mit Fensterchen und Türchen zum Öffnen gab es Anfang der 20er-Jahre. Bedingt durch die Papierknappheit in den Kriegsjahren setzte sich der Adventskalender erst so richtig nach 1946 durch. Der Verlag Richard Sellmer produzierte ihn. Bis heute verschickt diese Firma ihre Exemplare in die ganze Welt.

Mitte der 60er-Jahre kamen die schokoladengefüllten Adventskalender auf und heute sind kunsthandwerkliche und virtuelle Adventskalender modern. Auch die Weiterentwicklung des Adventskalenders bis zum heutigen Tag, die in die virtuelle Welt mündet, ist interessant, und ich verfolge sie mit grossem Vergnügen.

Dietlinde Heider


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