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Gedanken zwischen Himmel und Erde



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04/12/2003: "Barbarazweige"


Am 4. Dezember wird der Namenstag der hl. Barbara gefeiert.

Bis heute pflege ich den Brauch an diesem Tag Barbarazweige zu schneiden. Ich nehme meistens Forsythienzweige oder Kirschzweige und stelle sie am 4. Dezember in die Vase.
Immer hatte ich Glück, und die Zweige waren noch vor Weihnachten wunderschön erblüht, weil ich sie ins Wohnzimmer stellte. Bei Wärme treiben sie dann schneller.

Die Zweige sind ein Zeichen der Lebendigkeit mitten im kalten Winter und in der dunklen Nacht. Der Brauch der Barbarazweige ist auch ein Symbol für unser Leben. Christus möchte uns aus der Nacht befreien und zum Leben hinführen. Wir müssen die Dunkelheit verlassen, damit wir neu erblühen können. Vielleicht kann uns dieser Brauch helfen, lebendig zu werden.

Zuerst erfreut man sich an den Knospen, und kann zusehen wie sie wachsen und prall werden, bis sich die ersten Blütchen öffnen. Geschieht das dann wirklich, ist es immer eine große Freude für mich.
Für diesen Brauch sind außer den Kirschzweigen natürlich auch die Zweige von Zierkirschen, Hasel, Zierpflaumen, Goldregen, Mandelbäumchen gut geeignet. Japanische Quitte, Ginster, Weide, Schlehe, Zierjohannisbeere und Kornelkirsche können auf diese Weise auch angetrieben werden. Es müssen aber nicht nur Blütengehölze sein, auch Birkenzweige sehen wunderschön aus, wenn die lichtgrünen Blättchen hervorsprießen.

Um sicher zu gehen, dass die Zweige genug Wasser aufnehmen können, ist es notwendig, die Zweigenden lang anzuschneiden. Man kann sie auch mit einem Hammer leicht anklopfen, bevor man sie ins Wasser stellt.

Allen Freunden, die Freude an diesem Brauch finden, wünsche ich gutes Gelingen und blühende Zweige zu Weihnachten. Vielleicht schickt mir der eine oder andere, dem es gelungen ist, die Barbarazweige zum Blühen zu bringen, eine kleine Nachricht per e-mail? Das würde mich besonders freuen!

Dietlinde Heider

-------------- Antworten: 2 Kommentare --------------

am Donnerstag, 4. Dezember , schrieb Wolfgang

Danke für diese Ausführliche und liebevolle Anleitung!

Am Barbaratag
beginnt ein Zweig zu blühen:
Zeichen der Hoffnung!

am Freitag, 5. Dezember , schrieb frizztext

Für diesen Brauch sind außer den Kirschzweigen natürlich auch die Zweige von Zierkirschen, Hasel, Zierpflaumen, Goldregen, Mandelbäumchen gut geeignet. Japanische Quitte, Ginster, Weide, Schlehe, Zierjohannisbeere und Kornelkirsche können auf diese Weise auch angetrieben werden.

P.S.: weil meine frau barbara heißt, bin ich besonders für den tipp dankbar, dass man auch hasel-zweige nehmen kann - die haben wir nämlich am meisten!

P.S.: in meinem tagebuchversuch kommst du (mit einem link) in der eintragung zum 11. dez vor - entschuldigung - philosophen sind ihrer zeit immer ein kleines bisschen voraus.

www.frizztext.de/frizznews_2.html


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