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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Startseite » Tagebuch-Archiv » November 2003 » Farbmosaik der Berberitzenhecke und Zaunkönigbesuch

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18/11/2003: "Farbmosaik der Berberitzenhecke und Zaunkönigbesuch"


Heute bleibt mein Blick in den Schleierwolken am Himmel hängen. Zart und fein sind sie über den wunderschönen, blauen Himmel gespannt. So merke ich gar nicht, dass ich schon am Eingang des Parks angekommen bin, der heute für mich eine Überraschung bereit hält, nämlich ein einmalig warmes Farbenspiel von Karminrot, Zinnoberrot, Karmesinrot, Gelb- und Orangetöne bis hin zu Ocker, Erdtönen und noch verbliebenen Grüntönen. Eine Berberritzenhecke bietet diesen Anblick, und ich kann nur staunend dieses Farbmosaik bewundern.

Ein paar Schritte weiter sehe ich kleine gelbe Blättchen aus einem Strauch „schweben“, so sanft fallen sie, und als ich etwas genauer hinschaue, sehe ich einen Zaunkönig, der von Ästchen zu Ästchen hüpft und Insekten und Spinnen als Futter sucht. Bei der kleinsten Veränderung seiner Position rieseln Blättchen herunter. Sein zartes Gewicht, er zählt zu unseren kleinsten Vögeln, dürfte doch fast keine Erschütterung verursachen, denke ich mir, aber stetig rieselt es weiter aus dem Strauch. Ich kann ihn sehr gut beobachten, ist er doch höchstens 1 m von mir entfernt und auf Augenhöhe. Jetzt hält er inne und knickst ein paar Mal auf dem Ästchen, wie es das Rotschwänzchen auch tut, und ich höre sein schnarrendes „Zerrrrr“, und schon schwirrt er davon. Ich mag diese kleinen Zaunkönige, und im vorigen Sommer hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis mit ihnen. Ich kam auf unsere Terrasse, die von einer Pergola umgeben ist und auf einem dieser Stützpfeiler, ich dachte, das kann doch nicht wahr sein, saß eine Zaunkönigfamilie von 2 etwas weniger winzigen Vöglein und 2 Zaunkönigskindern, die wirklich klitzeklein waren. Alle 4 schön aufgereiht und ich hielt vor Erstaunen die Luft an. Ich hatte das Gefühl, Herr Zaunkönig präsentiert mir seine Familie und ist stolz auf sie. In unserem Gingko befindet sich jedes Jahr nach dem Blätterfall zu sehen, ein winzig kleines Nest in einer Astgabel ziemlich in der Spitze des Baumes versteckt. Dort haben wohl beide Zaunkönigseltern die Kinder großgezogen. Sie suchen ganz verschiedene Nistplätze auf, bevorzugt in Hecken und Sträuchern, wenn sie versteckte Plätze darin finden.

Das Zaunkönigmännchen baut mehrere Nester und lässt dann das Weibchen auswählen, welches sie beziehen möchte und zum Brüten bevorzugt. Huscht ein Zaunkönig an mir vorbei, bin ich ganz besonders erfreut, ihn zu sehen.

Für das Jahr 2004 ist der Zaunkönig zum Vogel des Jahres gewählt worden.

Dietlinde Heider



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