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Gedanken zwischen Himmel und Erde


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03/11/2003: "Morgenspaziergang"


Heute ist ein etwas grauer, diesiger Tag, doch der Vormittagsherbstspaziergang ist angenehm und zeigt, dass die Vögel alle Wetter lieben. Sie sind unverzagt auf Futtersuche zwischen dem braungelben gefallenen Laub. Eine Amsel zerrt an einem Regenwurm, der aber schnell aufgibt und im Nu verspeist ist. Kohlmeisen suchen die Äste eines alten Apfelbaumes nach Futter ab. Reger Flugverkehr von Blaumeisen herrscht zu einem Balkon eines nahgelegenen Hauses, wo ein kleines Körbchen auf einer Schnur schwingt, in dem offenbar Sonnenblumenkerne verlockend leicht zu erhaschen sind.

Ein Rotkehlchen beäugt mich neugierig. Ich mag sie sehr, die winzigen Federbällchen, die sich im Winter wie eine kleine Kugel aufplustern und mit ihren kohlschwarzen kleinen Äuglein alles genau beobachten. Ich erinnere mich an einen Frühling, in dem ein Rotkehlchen zwei Wochen lang jeden Tag am Fensterbrett saß, und sein Köpfchen ganz nahe an die Fensterscheibe brachte und hereinschaute. Ich fand das sehr ungewöhnlich, und es hat sich in den Jahren danach nicht wiederholt.

Im Winter kommt es in jedem Jahr auf unsere Terrasse und pickt die Körner auf, die von den Meisenknödeln auf den Boden fallen. Die kleinen Fußspuren im Schnee sehen allerliebst aus.
Im letzten Jahr hat es sogar gelernt, nicht nur das Futterhäuschen aufzusuchen, sondern wie ein Kolibri mit schwirrenden Flügeln von den Meisenknödeln zu picken.

Nun zurück zu meinem Morgenspaziergang. Ganz erstaunt sehe ich auf einen Erdbeeracker, auf dem 8 Saatkrähen eifrig Futter suchen. So früh im Jahr habe ich es noch nie beobachtet, dass sie die Nähe der Häuser und Menschen suchen. Mit ihren kräftigen Schnäbeln stolzieren sie zwischen den Erdbeerreihen entlang und wirken ungemein geschäftig bei der Futtersuche. Keine fliegt davon. Sie sind ausschließlich darauf konzentriert, dass sie satt werden.

Jetzt fängt es leicht an zu regnen und ich beende meinen Spaziergang, ganz erfüllt von diesem kleinen Ausflug in die Natur, in der sich, wenn man aufmerksam schaut, immer wieder interessante Beobachtungen machen lassen.

Dietlinde Heider






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