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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Startseite » Tagebuch-Archiv » Oktober 2003 » Ein Baum, ein Freund für den Menschen.

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21/10/2003: "Ein Baum, ein Freund für den Menschen."


Ein Baum, eine Welt für sich, ein Kosmos im Kleinen.
Eine Welt von Erfahrungen und von Weisheit.
Er bietet Schutz und Schatten.
Er ist ein Freund, dem man sein Herz ausschütten kann.
Er ist ein Sinnbild für das Verwurzeltsein, für Standfestigkeit.

Wie schnell ist ein Baum einfach verschwunden. Von einem Tag zum anderen.
Umgehauen, roh fortgeschleift. Als ob er ein Verbrechen begangen hätte.

Eine Welt zerstört, die es nicht mehr gibt. Wer kennt ihn noch. Wer erinnert sich an ihn. Wer erzählt seine Geschichte.

In Afrika sind die Menschen noch intensiv mit der Natur verbunden.
Sie ehren und achten sie. Ich bewundere die Holzschnitzkunst dieser Menschen
und interessiere mich für ihre Kultur. Dort ist es üblich, wenn man einen Ast von einem Baum aussucht, den man zum Schnitzen verwenden möchte, dass man sich unter den Baum stellt und ihm erklärt, was man vorhat, daß es einem leidtut, ihm wehzutun, indem man nun einen Ast zum Schnitzen von ihm, dem Baum abschneiden muß. Man bittet ihn um Verständnis. Zum Zeichen der Wahrheit solch einer Aussage, beginnt der Künstler seine Figur unter dem Baum sitzend zu schnitzen. Er zeigt dem Baum, was für ein Kunstwerk er daraus erschaffen möchte. Er ehrt damit den Baum, indem er ihn als ein ebenbürtiges Lebewesen achtet und schätzt. Diese Art mit der Natur umzugehen, wäre auch für uns nachahmenswert. Mit der Natur in Übereinstimmung und Gleichklang zu leben, läßt auch Frieden und Harmonie in unsere Herzen fließen.

Der Baum

Zu fällen einen schönen Baum,
braucht´s eine Viertelstunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenkt es, ein Jahrhundert.

Eugen Roth







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