Startseite ] Haiku Welt ] Lyrischer Garten ] Foto-Galerie ] Fantasien ] Netsuke ] Seiden-Bilder ] Aquarelle ] Computer-Kunst ] Puzzle ] Präsentationen ] [ Tagebuch ] Lyrik-Forum ] Gästebuch ] Auszeichnungen ] Links ] Persönliches ]

Gedanken zwischen Himmel und Erde


Dienstag, 15. Mai

Feurige Mohnblüte



Mohnblüte - Akrostichon

M aßgeschneidertes, rotes Gewand
O rganzaartige Seide
H öchst verführerisch
N ach des Windes Takt tanzend
B iegsam und
L eicht, wie ein Schmetterling
U eber den Gräsern schwebend
E in ums andere Mal sich wiegend
T änzerin - grazile Schönheit
E in feuriges Signal für Insekten im Gräsermeer.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 15.05.12|04:52 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 9. Mai

Fliederduft




Fliederduft-Akrostichon

F ein und lieblich zieht Fliederduft
L eicht betörend
I m Monat Mai
E inzigartig und verführerisch
D urch die Gärten.
E inige lila Dolden
R eichen über den Zaun hinaus
D ehnen ihre Blüten- und Farbpracht
U nglaublich variabel aus.
F ülle wohin das Auge schaut.
T raumhaft und voll erblüht ist der Flieder.

Dietlinde Heider
Dietlinde am 09.05.12|12:54 PM GMT+1 [Eintrag] [0 Kommentare] [kommentieren]


Montag, 23. April

Total behaart...



Küchenschelle-Akrostichon

K aum hat der Frühling fuß gefasst und
U seren Blick für
E inige grüne, zarte Blattknospen geweckt
C hangieren Blau- und Lilatöne im Gartenlicht.
H elle und dunkle Glocken
E ine neben der anderen
N icken sie im Wind.
S chöne, kleine Schar!
C harakteristisch ist ihr
H aarkleid, das sie umgibt.
E chte Frühlingsblüher, die den
L enz begrüßen.
L ichthungrig wenden sie sich der Sonne
E ntgegen und läuten den Frühling ein.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 23.04.12|06:45 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 14. April

Bunt und fantasievoll




"Tulpen-Akrostichon"

T ulpenblüte, nektargefüllt
U msummt von fleißigen Bienen
L ieben den Kelch, der sie anlockt
P udern ihre Bürstchen mit Blütenstaub
E inen guten Honig wollen sie daraus bereiten

Dietlinde Heider

Akrostichon ist der Name für diese Schreibweise der Poesie. Der Anfangsbuchstabe eines jeden Satzes senkrecht von oben nach unten gelesen, ergibt ein Wort, dessen Sinn in dem Text beschrieben wird. Es ist eine kreative Art mit Lyrik zu spielen und bereitet mir große Freude.
Schon im Mittelalter haben die Mönche Gebete geschrieben, deren Anfangsbuchstaben einer jeden Zeile mit dem Alphabet identisch waren. Der erste Satz begann mit A, der zweite mit B usw. Diese Gebete waren sehr beliebt und leicht auswendig zu lernen, weil man durch das Alphabet eine Gedächtnisstütze hatte.

Ich werde noch weitere Blütentexte in ein Akrostichon verwandeln in meinem Tagebuch. Ihr dürft also gespannt sein!

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 14.04.12|01:18 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 7. April

Frohe Ostern!



Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest, und dass Ihr es genießen möget!
Herzlichst
Dietlinde

Ostern - Akrostichon

O stereier bunt bemalt
S tecken zwischen Osterglocken und Primeln.
T raubenhiazynthen spiegeln das Himmelsblau.
E ins nach dem anderen wird entdeckt.
R ichtig in Schale geworfen haben sie sich!
N achher wird eins entkleidet.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.

Dietlinde am 07.04.12|12:58 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Freitag, 6. April

Jeden Morgen in meinem Garten...



"Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag.

Überall ein heimliches Erwachen, das nun nicht mehl länger zögern mag"

Matthias Claudius

"Wie schön ist es, ein neues Frühjahr zu erleben,
wenn man schon so viele erlebt hat und all die
kleinen Unterschiede der Wiederkehr zu schätzen weiß!"

Heinrich Laube (1806-1884), dt. Schriftsteller

Frühlingsblüte

Zarter Hauch
von feinem
Blütenflor

Süßer Kirschblütenduft
im Hochzeitskleid
blühender Obstbäume

Eingerahmt in Himmelsbläue

Ein "Ja" zum Leben!

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.
Dietlinde am 06.04.12|11:08 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 4. April

Zauber der Magnolien erfreut mich!



Magnolien


Akrostichon

M it Hoffnung wartete ich auf den Frühling.
A lles fing an zu Grünen und zu Blühen.
G änseblümchen zieren nun den Rasen.
N ichts bleibt dem suchenden Auge verborgen,
O b Primeln oder Veilchen.
L icht und Wärme ist die Kraft, die alles sprießen läßt.
I mmer, und zu jeder Zeit erfreut sich das Herz an der Natur.
E ine Magnolie ist voll erblüht!

Die Anfangsbuchstaben jeder Zeile von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Magnolie"

Magnolien gehören mit zu den ersten Frühlingsblühern. Ich liebe ihre porzellanartigen, tulpenförmigen, pastellfarbigen Blüten.

H a i k u

Ein Frühlingshauch der
Morgenröte färbte zart
die Magnolien.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.
Dietlinde am 04.04.12|02:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Donnerstag, 22. März

Duftende Entdeckung!



Ich habe sie entdeckt!
Die Veilchen blühen!

Veilchen-Akrostichon

V iolett
E rfreuen mich die Veilchen
I n der Wiese.
L euchten schon von Weitem.
C harm, der bescheiden wirkt -
H ingeduckt, eine ganze Schar.
E ingerahmt von Frühlingsgrün.
N ur ihr Duft verrät sie.

Dietlinde Heider


Tanka

Märzveilchenteppich
bedeckt die Frühlingswiese.
Riech ich die Veilchen

oder atme ich vielleicht
den Himmel in reinstem Blau?

D.Heider


Tanka

Kann mich nicht sattseh'n
an Märzveilchen, auch ihren
Duft vermiss' ich bis

zum nächsten Frühling, wie die
Schwalben, die dann wiederkehr'n

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.
Dietlinde am 22.03.12|09:54 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 18. März

Gottes wunderbare Welt





Schönheit der Natur

Glitzernde Tautropfen
auf Gräsern
Geschenke des Himmels

Bunter Regenbogen
vom Himmel zur Erde
Wunder des Lebens

Mannigfaltige Farben
und Formen
der Blüten
verschwenderische Natur

Schneeflocken,
keine gleicht der anderen
Vielfalt der Kristalle

Glitzersterne des nachts
Staunen des Herzens
in tiefer Dankbarkeit

für den Überfluss
des Lebens

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.
Dietlinde am 18.03.12|10:06 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 18. Februar

Der Frühling will bestimmt kommen...




Wollte nicht der Frühling kommen?
War nicht schon die weiße Decke
von dem Rasenplatz genommen
gegenüber an der Ecke?
Nebenan die schwarze Linde
ließ sogar schon (sollt ich denken)
von besonntem Märzenwinde
kleine, grüne Knospen schwenken.
In die Herzen kam ein Hoffen,
in die Augen kam ein Flüstern -
und man ließ den Mantel offen,
und man blähte weit die Nüstern...

Ja, es waren schöne Tage.
Doch sie haben uns betrogen.
Frost und Sturm und Schnupfenplage
sind schon wieder eingezogen.
Zugeknöpft bis an den Kiefer
flieht der Mensch die Gottesfluren,
wo ein gelblichweißer, tiefer
Schnee versteckt die Frühlingsspuren.
Sturmwind pfeift um nackte Zweige,
und der Rasenplatz ist schlammig.
In mein Los ergeben neige
ich das Auge. Gottverdammich! (Ich kann nichts dafür - stand so da)!

Erich Mühsam (1878-1934)

Er zieht sich in die Länge, unser Winter. Aber... noch ein wenig Geduld und die Frühlingsvorfreude hält Einzug. Habe ich doch heute am Morgen die Meislein ganz fröhlich zwitschern gehört. Was für eine Freude, nach der langen Stille ohne ihr helles, munteres Gezwitscher. Ich genieße die Vorfreude. Ich habe heute tatsächlich beim Spaziergang schon an einer geschützten Stelle in einem Garten wundervolle Schneeglöckchen entdeckt, die zwar geschlossen, aber ganz munter im leichten Luftzug hin und her wippten.

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 18.02.12|10:57 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Donnerstag, 9. Februar

In die Kälte gezaubert...



" Eisblumen, Sándor Márai"

Diese wundervolle Betrachtung aus Sándor Márais Buch "Himmel und Erde" besitzt eine Zartheit, in der der Zauber von Eisblumen in schönster Poesie erblüht. Die Bewunderung über das Kunstwerk "Eisblume" und die Phantasie und Vielfalt in der Natur spricht aus jeder Zeile, die Márai schreibt.


Eisblumen

Richte dein Augenmerk auf das, was die Natur
zeichnet! Sieh, mit welcher Sorgfalt sie die Linien zieht!
Wie zart, mit welcher Genauigkeit sie aus
Schnee, Kälte und Eis, aus den edelsten Stoffen ihr
kleines Kunstwerk gestaltet, mit der Sorgfalt und
Eleganz eines japanischen Künstlers, der nur noch
das Wesentliche übermitteln, den Zauber der Form
zeigen will, die Harmonie und die essentiellen De-
tails! Betrachte die Eisblume am Fenster, sei demü-
tig und lerne von der unermüdlichen Bereitschaft
der Natur, denn du kannst deine Aufgabe gar nicht
sorgsam und minutiös genug erfüllen, gar nicht
tief genug eindringen in dein Inneres, in die Welt,
nicht mit genügend Skrupeln unter den Möglich-
keiten wählen. Betrachte die Eisblume, an der gar
nichts "Zweckmäßiges" ist wie sonst in materiellen
Werken der Natur - und dennoch, welche Vorstel-
lungskraft, welche Harmonie der Linien und der
Struktur haucht dir dieses winzige Kunstwerk ans
Fenster! Betrachte die Eisblume und geh in dich.

Sándor Márai: "Eisblumen" aus: Himmel und Erde
(c) der deutschsprachigen Ausgabe: Piper Verlag GmbH, 2001


Mein besonderer Dank für die Rechte der Veröffentlichung auf meiner web-page gilt
Francesca Sintini,
Adelphie Edizioni
und
Cristina Schmidt,
Piper-Verlag

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.

Dietlinde am 09.02.12|01:02 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 21. Januar

Noch ein Wunsch!




Mählich durchbrechende Sonne


Schönes,
grünes, weiches
Gras.

Drin
liege ich.

Inmitten goldgelber
Butterblumen!

Über mir ... warm ... der Himmel:

Ein
weites, schütteres,
lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
zitterndes
Weiß,
das mir die
Augen
langsam ... ganz ... langsam
schließt.

Wehende ... Luft ... kaum merklich
ein Duft, ein
zartes . . . Summen.

Nun
bin ich fern
von jeder Welt,
ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und
deutlich . . . spüre ich . . . wie die
Sonne
mir durchs Blut
rinnt.

Minutenlang.

Versunken
alles . . . Nur noch
ich.

Selig!

Arno Holz

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.



Dietlinde am 21.01.12|12:49 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 18. Januar

Was ich mir wünsche...





Was ich mir wünsche
sind Freiräume,
die ich ausmale
mit Farben der Rosen,
dem Blau des Himmels
dem Grün der Sommerwiesen
und dem Feuerrot deiner Liebe.

Was ich mir wünsche
sind Erlebnisse
die mich erfüllen
durch die Zärtlichkeit deiner Blicke,
durch die Wärme deiner Stimme,
durch die Sanftheit deiner Hände,
durch das Geborgensein in deiner Fürsorge.

Was ich bekomme,
ist ein Gefühl
des Reichtums und der Fülle,
auch der Dankbarkeit,
all dies wahrzunehmen
und zu erfassen, was greifbar,
spürbar und sichtbar,
als Geschenk mir angeboten wird.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.
Dietlinde am 18.01.12|02:22 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 12. Dezember

"Wintermärchen im Taunus"





Ich erinnere mich an einen Ausflug in den Taunus an einem Adventssonntag mit unseren beiden Kindern Silke und Jens. Wir hatten die Schlitten mitgenommen und genossen die Schlittenfahrt am Feldberg. Schnell verging die Zeit. Die Sonne tauchte langsam, glutrot hinter einem Wolkenmeer unter, denn wir standen über den Wolken. Das Rot verschmolz im Nebel und färbte ihn rosé und gleich war es dunkel geworden.

Wir mussten durch ein Waldstück gehen, um zum Parkplatz zu gelangen, auf dem unser Auto auf uns wartete. Die Tannen waren vom Schnee bezuckert und der verschneite Wald glich einem Wintermärchen. Beide Kinder saßen am Schlitten. Wir zogen sie durch den Winterwald, als wir plötzlich Kinderstimmen Weihnachtslieder singen hörten. Vollkommen überrascht von den weihnachtlichen Klängen blieben wir stehen und schauten in die Richtung aus der die Lieder kamen. Wir trauten unseren Augen kaum. Mitten im Wald hatte sich eine Gruppe Schüler zusammengefunden, hatten rings um die Tannenbäume Lichter gesteckt, und von einer Gitarre und einer Mandoline begleitet, sangen die Kinder Weihnachtslieder. Ich glaube, es war das unverhoffte Geschenk, diese Überraschung, dieses Erleben in der märchenhaften Winterlandschaft, die uns verzauberte und Staunen ließ. Was für eine wundervolle Idee dieser Singgruppe, in dieser Weise einen Adventssonntag zu feiern. An vielen Weihnachtsfeiern habe ich teilgenommen, aber keiner dieser Abende hat mich so tief berührt, wie dieses Wintermärchenerlebnis im Taunus.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.
Dietlinde am 12.12.11|05:44 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 28. November

Lächeln






Nimm dir Zeit

die Natur genau zu beobachten,
lange hinzusehen,
Einzelheiten detailliert anzuschauen,
die Schönheiten, Einzigartigkeiten,
die vielfältigen Erscheinungen der Natur,
Licht und Schatten,
Formen und Farben
und alle lebendigen Wesen,
wahrzunehmen.

Alles, so einfach es sich auch darstellt,
ist ein Geschenk der Natur an uns,
ein strahlendes Lächeln des Schöpfers.
Jeder Stein,
jedes Sandkorn,
jede Blüte,
jeder Schmetterling,
jede Wolke,
jeder Mensch
trägt das Wesen unseres Schöpfers in sich.
Wo anders sollte Gott sonst sein?

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr das "Lächeln" der Natur in einem schönen Foto von mir.
Dietlinde am 28.11.11|09:42 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Freitag, 18. November

was mich bewegt



was mich bewegt

man muss den dingen
die eigene, stille,
ungestörte entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann:
alles ist austragen -
und dann
gebären ...

reifen wie der baum, der seine säfte nicht drängt
und getrost in den stürmen
des frühlings steht,
ohne angst,
dass dahinter kein sommer
kommen könnte.
er kommt doch!

aber er kommt nur zu den geduldigen,
die da sind,
als ob die ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

man muss geduld haben,
gegen das ungelöste im herzen,
und versuchen, die fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene stuben,
und wie bücher, die in einer sehr fremden sprache
geschrieben sind.

es handelt sich darum, alles zu leben.
wenn man eine frage lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden tages,
in die antwort hinein.

rainer maria rilke

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein stimmungsvolles Foto.
Dietlinde am 18.11.11|05:26 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 9. November

Tiefere Betrachtung





Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal wurde ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt....

Rainer Maria Rilke
(1875-1926)

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 09.11.11|05:50 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 16. Oktober

Herbstliches Angebot





Auf einem Mehlbeerstrauch, der vollkommen entblättert ist, aber herrliche, rote Mehlbeeren trägt, sitzen zwei Amseln. Beide haben zwar ein uneingeschränktes Angebot von Mehlbeeren vor sich, doch die eine Amsel ist eifrig bedacht, die zweite im Strauch zu verjagen. Fliegt im Sturzflug auf sie zu und zetert laut. Immer wieder treibt sie sie von Ast zu Ast bis an den Rand des Strauches. Schnell hat sie es geschafft, dass der ungebetene Gast das Weite sucht.

Trotz Überangebot von Beeren herrscht angeborener Futterneid. Nachdem sie die Amsel vertrieben hatte, fliegt sie selbst auch davon, und ich denke noch ein wenig über die Amseln nach und muss lächeln........

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 16.10.11|01:18 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 5. Oktober

Weil es mir Freude bringt...




Ein neues Akrostichon für Euch!

H erbstlich, pünktlich
E rscheinen sie.
R ichten ihre
B lütengesichter
S onnenwärts, um
T atsächlich jeden Sonnstrahl
A uszukosten und zu geniessen.
S tehen in vielen Gärten.
T anzen auch im Herbstwind.
E in intensiver Farbrausch
R osa - bis lilafarben
N atur schenkt Blütenzauber.


Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile,
liest man sie von oben nach unten,
ergeben das Akrostichon "Herbstastern",
dessen Sinn im Text beschrieben wird.
Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen und bereitet mir große Freude.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 05.10.11|06:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 24. September

Es wird ganz bunt im Blätterwald



Herbstfarben

H erzblätter
E rdtönen gleich - auch
R otlaubig und
B unt in großer Vielfalt
S treut der Wind
T äglich ein wenig kräftiger
F ür uns Spaziergänger
A uf die Wege im Wald.
R ascheln durch den
B lätterteppich ist jetzt
E in kindlicher Spaß.
N ie endende Herbstfreude.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.


Dietlinde am 24.09.11|09:44 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Donnerstag, 15. September

Maronen, die "Stachligen"





Ursprünglich gab es Maronen nur aus der Region am Schwarzen Meer, doch seit dem Jahre 500 nach Christus, ist diese Frucht in der Pfalz beheimatet. Unser Bedarf an Maronen wird jedoch durch Lieferungen aus Frankreich und Italien gedeckt. Meine Maronen habe ich in Kriftel fotografiert, wo sie also auch wachsen und gedeihen.

Sie schmecken kräftig und sahnig, haben eine dreieckige flache Unterseite und sind herzförmig. Die Schale, die dunkle Streifen trägt, läßt sich leicht schälen. Maronen enthalten weniger Fett als z.B. Nüsse. Sie sind reich an Kalium, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, C, E, und Folsäure. Also äußerst gesund! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 15.09.11|01:14 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 4. September

Mein bunter Lebensteppich




Schaue ich mir meinen Lebensteppich an, so staune ich, wie wundersam er entstanden und gewebt ist.
Bunte und fantasievolle Muster kann ich darin entdecken.
Eine Farbenpracht und kreative Bilder spiegeln sich darin.
Ein wunderschönes Kunstwerk mit genialer Anordnung.
Ein paar Knoten, ein paar Schlingen geben ihm eine Struktur der Einmaligkeit.
Hätte ich ihn selbst entworfen und gewebt, wäre er sicher nicht so einmalig und außergewöhnlich facettenreich und bewundernswert in seiner Ausstrahlung und Wirkung entstanden.

Mein Lebensgeschenk!

(c) Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 04.09.11|03:20 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Freitag, 26. August

Zauberhafte Lotosblüte



Zauberhafte Lotosblüte

Ich habe sie im Plamengarten in Frankfurt entdeckt und bewundert.
Die Lotospflanze ist eine ausdauernde, krautige Wasserpflanze mit Rhizomen. Sie bildet verschiedene Blätter aus, (Heterophyllie), (Schwimmblätter). Schildförmig (peltat) sind ihre Laubblätter. Auch Nebenblätter kann man entdecken. Ihre wundervollen Blüten sind zwittrig, und von vielen freien Fruchtblättern gesäumt. Was ich besonders interessant finde ist, dass die Bestäubung durch Käfer erfolgt.

Sie hat flüssigkeitsabweisende Blätter, was eine Besonderheit ist. Man nennt diesen Effekt auch den (Lotuseffekt). Regentropfen perlen einfach ab. Sie ist dadaurch immer sauber, außerdem bilden sich keine schädlichen kleine Pilze oder andere Organismen darauf, die ihrem Gedeihen schaden könnten.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.



Dietlinde am 26.08.11|10:54 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 17. August

Sommerwolken, die ich liebe...





Akrostichon

S o leicht und flockig
O hne ein wirkliches Ziel
M itten im Sommer
M ehren sich die
E wig ziehenden Wolken.
R ein und flauschig
W ie Wattebällchen
O rdnen sie sich am Himmel
L ieben das klare Sommerblau.....
K aum aufgetaucht
E ntfernen sie sich auch schon wieder.....
N ichts bleibt bestehen! :-)

Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile,
liest man sie von oben nach unten, ergeben das Akrostichon "Sommerwolken", deren Sinn im
Text beschrieben wird.
Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen
und bereitet mir große Freude.

Dieses Foto zeigt am Horizont die Taunushügelkette mit dem Turm am Feldberg.
Die Sommerwolken wollte ich gerne wenigstens im Foto festhalten, denn anders sind sie
nicht zu konservieren. :-)
Oft gehe ich dort zwischen den Feldern spazieren, wegen des herrlichen Blicks und dem
weiten Himmels, den ich gerne über mir spüre.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.


Dietlinde am 17.08.11|11:11 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 10. August

Abendzauber




Wie eine wundervolle Tuschezeichnung wirkt dieser goldene Sonnenuntergang. Ich stehe staunend vor diesem zauberhaften Himmelsgemälde, das einem feinen Abbild eines verlöschenden Tages gleicht
und ihn sanft ausklingen lässt.


Haiku

Stille ist in mir
Zart wirkt der Abendzauber
Welch grosser Friede.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 10.08.11|10:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 9. Juli

Heute, die grosse Überraschung



Wie schön!

Sehr windig und schwül ist es heute zu Mittag. Ich mache gerade meinen Rundgang im Garten und sehe nach den Zucchinis, die ganz anständig immer eine nach der anderen produzieren. Bin zufrieden mit dem Ergebnis. Da fällt mein Blick auf etwas, das um mich herumflattert. Völlig überrascht erkenne ich einen "Schwalbenschwanz", der sich ganz in meiner Nähe niederläßt. Der erste, den ich in unserem Garten entdeckt habe, und ich freue mich total über diesen eher seltenen Gast bei uns und bin ganz begeistert, dass ich ihn so wunderbar aus der Nähe betrachten kann. Schaut ihn Euch an! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.
Dietlinde am 09.07.11|04:51 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 29. Juni

Sommerüberraschung




Unsere Schmetterlingssträucher blühen. Bei meinem Rundgang durch den Garten habe ich das erste Pfauenauge mit aufgeklappten Flügeln drauf entdeckt, wie es lange und ausführlich Nektar geschlürft hat. Habe mich sehr über diesen Gast gefreut!

Die zweite Überraschung war ein Rosenkäfer, der schillernd und hellgrün in einer unserer Rosen saß.
Ich mag diese Käfer ganz besonders! Außerdem sah ich in unserem Garten zwei Trauerrosenkäfer schwarz und weiß getupft, wie sie für Nachwuchs sorgten. Wie schön, immer ein paar Gäste zu entdecken! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.
Dietlinde am 29.06.11|11:34 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 19. Juni

Sommerglück





Sanft hinverschmelzendes Largo

Mein... Glück? ...Mein
Glück?

Mein Glück
ist ein spielendes Blatt im Sommerwind,
der
leichte,
flüchtige, zierliche
Schatten,
mit
dem mich, zwitschernd, die Schwalbe streift,
das
letzte, fernhochschwebend stille,
reglos
schimmernde,
flimmernde, glimmernde
Purpurwölkchen,
das
nach einem leuchtend langen, schönen, golden klaren Sonnentag,
in
einem zarten,
lichten,
himmlisch überirdischen Blaßgrün,
schwindend, scheidend,
selig
versinkt!


Arno Holz
(1863-1929)

In unserem Garten blühen die weißen Lilien. Es ist immer eine beglückende Zeit diese herrlich weißen Blüten zu bewundern und ihren Duft einzuatmen, der sich in unserem ganzen Garten verteilt.
Auch das ist für mich Sommerglück.

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.

Dietlinde am 19.06.11|02:31 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 13. Juni

Beglückender Morgen



Ich genieße den Sommermorgen


Noch hängt die Kühle der Nacht in Gräsern und Kräutern. Auch unser Rasen ist von Tau benetzt. Ein wundervoller Duft hängt in der Luft. Das Geißblatt blüht auf unserer Terrasse. Wie ich diesen Duft liebe! In jedem Jahr freue ich mich darauf die zarten Blüten zu bewundern und von ihrem Duft umgeben auf unserer Terrasse zu sitzen und das Frühstück zu genießen. Jetzt am frühen Morgen ist ihr Duft am intensievsten, und so eingehüllt in diese wundervolle Luft träume ich ein wenig und lausche der Stille, die mich umgibt.

Ich werde sensibilisiert für die leisen Töne, für das Wesentliche. Die Stille hören, heisst mit dem Herzen hören. Ich vernehmen die Worte, die Geräusche, die Töne, die Laute, die Stimmen der Natur nicht nur mit dem Ohr. Sie fallen in mein Herz, und ich bewege sie in der Stille.

Was für ein beglückender Morgen!

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 13.06.11|02:44 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 6. Juni

Unendlich zart und kostbar




Rosenblüten Akrostichon

R osenduftig
O rdnet ihr eure
S chönen Blütenblätter
E ins ums andere
N ahtlos zu einem
B lütenkranz
L ichtdurchflutet
U nendlich zart und kostbar
E rscheint der Rosen Antlitz
T ausendfach erzählt dieses Wunder vom
E rblühen und Vergehen
N atur im Rhythmus der Jahreszeiten

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 06.06.11|06:27 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]




Die älteren Einträge befinden sich im Tagebuch-Archiv ...






Tagebuch

Haiku Linde Startseite
Tagebuch-Startseite
Tagebuch-Archiv

Mai 2012
SMDMDFS
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  


Lyrischer Garten

Valid XHTML 1.0!

Powered By Greymatter