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Gedanken zwischen Himmel und Erde


Samstag, 21. Januar

Noch ein Wunsch!




Mählich durchbrechende Sonne


Schönes,
grünes, weiches
Gras.

Drin
liege ich.

Inmitten goldgelber
Butterblumen!

Über mir ... warm ... der Himmel:

Ein
weites, schütteres,
lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
zitterndes
Weiß,
das mir die
Augen
langsam ... ganz ... langsam
schließt.

Wehende ... Luft ... kaum merklich
ein Duft, ein
zartes . . . Summen.

Nun
bin ich fern
von jeder Welt,
ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und
deutlich . . . spüre ich . . . wie die
Sonne
mir durchs Blut
rinnt.

Minutenlang.

Versunken
alles . . . Nur noch
ich.

Selig!

Arno Holz

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.



Dietlinde am 21.01.12|12:49 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 18. Januar

Was ich mir wünsche...





Was ich mir wünsche
sind Freiräume,
die ich ausmale
mit Farben der Rosen,
dem Blau des Himmels
dem Grün der Sommerwiesen
und dem Feuerrot deiner Liebe.

Was ich mir wünsche
sind Erlebnisse
die mich erfüllen
durch die Zärtlichkeit deiner Blicke,
durch die Wärme deiner Stimme,
durch die Sanftheit deiner Hände,
durch das Geborgensein in deiner Fürsorge.

Was ich bekomme,
ist ein Gefühl
des Reichtums und der Fülle,
auch der Dankbarkeit,
all dies wahrzunehmen
und zu erfassen, was greifbar,
spürbar und sichtbar,
als Geschenk mir angeboten wird.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.
Dietlinde am 18.01.12|02:22 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 12. Dezember

"Wintermärchen im Taunus"





Ich erinnere mich an einen Ausflug in den Taunus an einem Adventssonntag mit unseren beiden Kindern Silke und Jens. Wir hatten die Schlitten mitgenommen und genossen die Schlittenfahrt am Feldberg. Schnell verging die Zeit. Die Sonne tauchte langsam, glutrot hinter einem Wolkenmeer unter, denn wir standen über den Wolken. Das Rot verschmolz im Nebel und färbte ihn rosé und gleich war es dunkel geworden.

Wir mussten durch ein Waldstück gehen, um zum Parkplatz zu gelangen, auf dem unser Auto auf uns wartete. Die Tannen waren vom Schnee bezuckert und der verschneite Wald glich einem Wintermärchen. Beide Kinder saßen am Schlitten. Wir zogen sie durch den Winterwald, als wir plötzlich Kinderstimmen Weihnachtslieder singen hörten. Vollkommen überrascht von den weihnachtlichen Klängen blieben wir stehen und schauten in die Richtung aus der die Lieder kamen. Wir trauten unseren Augen kaum. Mitten im Wald hatte sich eine Gruppe Schüler zusammengefunden, hatten rings um die Tannenbäume Lichter gesteckt, und von einer Gitarre und einer Mandoline begleitet, sangen die Kinder Weihnachtslieder. Ich glaube, es war das unverhoffte Geschenk, diese Überraschung, dieses Erleben in der märchenhaften Winterlandschaft, die uns verzauberte und Staunen ließ. Was für eine wundervolle Idee dieser Singgruppe, in dieser Weise einen Adventssonntag zu feiern. An vielen Weihnachtsfeiern habe ich teilgenommen, aber keiner dieser Abende hat mich so tief berührt, wie dieses Wintermärchenerlebnis im Taunus.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein Foto.
Dietlinde am 12.12.11|05:44 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 28. November

Lächeln






Nimm dir Zeit

die Natur genau zu beobachten,
lange hinzusehen,
Einzelheiten detailliert anzuschauen,
die Schönheiten, Einzigartigkeiten,
die vielfältigen Erscheinungen der Natur,
Licht und Schatten,
Formen und Farben
und alle lebendigen Wesen,
wahrzunehmen.

Alles, so einfach es sich auch darstellt,
ist ein Geschenk der Natur an uns,
ein strahlendes Lächeln des Schöpfers.
Jeder Stein,
jedes Sandkorn,
jede Blüte,
jeder Schmetterling,
jede Wolke,
jeder Mensch
trägt das Wesen unseres Schöpfers in sich.
Wo anders sollte Gott sonst sein?

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr das "Lächeln" der Natur in einem schönen Foto von mir.
Dietlinde am 28.11.11|09:42 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Freitag, 18. November

was mich bewegt



was mich bewegt

man muss den dingen
die eigene, stille,
ungestörte entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann:
alles ist austragen -
und dann
gebären ...

reifen wie der baum, der seine säfte nicht drängt
und getrost in den stürmen
des frühlings steht,
ohne angst,
dass dahinter kein sommer
kommen könnte.
er kommt doch!

aber er kommt nur zu den geduldigen,
die da sind,
als ob die ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit ...

man muss geduld haben,
gegen das ungelöste im herzen,
und versuchen, die fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene stuben,
und wie bücher, die in einer sehr fremden sprache
geschrieben sind.

es handelt sich darum, alles zu leben.
wenn man eine frage lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden tages,
in die antwort hinein.

rainer maria rilke

Unter "mehr dazu" seht Ihr mein stimmungsvolles Foto.
Dietlinde am 18.11.11|05:26 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 9. November

Tiefere Betrachtung





Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal wurde ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt....

Rainer Maria Rilke
(1875-1926)

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 09.11.11|05:50 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 16. Oktober

Herbstliches Angebot





Auf einem Mehlbeerstrauch, der vollkommen entblättert ist, aber herrliche, rote Mehlbeeren trägt, sitzen zwei Amseln. Beide haben zwar ein uneingeschränktes Angebot von Mehlbeeren vor sich, doch die eine Amsel ist eifrig bedacht, die zweite im Strauch zu verjagen. Fliegt im Sturzflug auf sie zu und zetert laut. Immer wieder treibt sie sie von Ast zu Ast bis an den Rand des Strauches. Schnell hat sie es geschafft, dass der ungebetene Gast das Weite sucht.

Trotz Überangebot von Beeren herrscht angeborener Futterneid. Nachdem sie die Amsel vertrieben hatte, fliegt sie selbst auch davon, und ich denke noch ein wenig über die Amseln nach und muss lächeln........

Dietlinde Heider

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Dietlinde am 16.10.11|01:18 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 5. Oktober

Weil es mir Freude bringt...




Ein neues Akrostichon für Euch!

H erbstlich, pünktlich
E rscheinen sie.
R ichten ihre
B lütengesichter
S onnenwärts, um
T atsächlich jeden Sonnstrahl
A uszukosten und zu geniessen.
S tehen in vielen Gärten.
T anzen auch im Herbstwind.
E in intensiver Farbrausch
R osa - bis lilafarben
N atur schenkt Blütenzauber.


Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile,
liest man sie von oben nach unten,
ergeben das Akrostichon "Herbstastern",
dessen Sinn im Text beschrieben wird.
Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen und bereitet mir große Freude.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 05.10.11|06:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Samstag, 24. September

Es wird ganz bunt im Blätterwald



Herbstfarben

H erzblätter
E rdtönen gleich - auch
R otlaubig und
B unt in großer Vielfalt
S treut der Wind
T äglich ein wenig kräftiger
F ür uns Spaziergänger
A uf die Wege im Wald.
R ascheln durch den
B lätterteppich ist jetzt
E in kindlicher Spaß.
N ie endende Herbstfreude.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.


Dietlinde am 24.09.11|09:44 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Donnerstag, 15. September

Maronen, die "Stachligen"





Ursprünglich gab es Maronen nur aus der Region am Schwarzen Meer, doch seit dem Jahre 500 nach Christus, ist diese Frucht in der Pfalz beheimatet. Unser Bedarf an Maronen wird jedoch durch Lieferungen aus Frankreich und Italien gedeckt. Meine Maronen habe ich in Kriftel fotografiert, wo sie also auch wachsen und gedeihen.

Sie schmecken kräftig und sahnig, haben eine dreieckige flache Unterseite und sind herzförmig. Die Schale, die dunkle Streifen trägt, läßt sich leicht schälen. Maronen enthalten weniger Fett als z.B. Nüsse. Sie sind reich an Kalium, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, C, E, und Folsäure. Also äußerst gesund! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 15.09.11|01:14 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 4. September

Mein bunter Lebensteppich




Schaue ich mir meinen Lebensteppich an, so staune ich, wie wundersam er entstanden und gewebt ist.
Bunte und fantasievolle Muster kann ich darin entdecken.
Eine Farbenpracht und kreative Bilder spiegeln sich darin.
Ein wunderschönes Kunstwerk mit genialer Anordnung.
Ein paar Knoten, ein paar Schlingen geben ihm eine Struktur der Einmaligkeit.
Hätte ich ihn selbst entworfen und gewebt, wäre er sicher nicht so einmalig und außergewöhnlich facettenreich und bewundernswert in seiner Ausstrahlung und Wirkung entstanden.

Mein Lebensgeschenk!

(c) Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 04.09.11|03:20 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Freitag, 26. August

Zauberhafte Lotosblüte



Zauberhafte Lotosblüte

Ich habe sie im Plamengarten in Frankfurt entdeckt und bewundert.
Die Lotospflanze ist eine ausdauernde, krautige Wasserpflanze mit Rhizomen. Sie bildet verschiedene Blätter aus, (Heterophyllie), (Schwimmblätter). Schildförmig (peltat) sind ihre Laubblätter. Auch Nebenblätter kann man entdecken. Ihre wundervollen Blüten sind zwittrig, und von vielen freien Fruchtblättern gesäumt. Was ich besonders interessant finde ist, dass die Bestäubung durch Käfer erfolgt.

Sie hat flüssigkeitsabweisende Blätter, was eine Besonderheit ist. Man nennt diesen Effekt auch den (Lotuseffekt). Regentropfen perlen einfach ab. Sie ist dadaurch immer sauber, außerdem bilden sich keine schädlichen kleine Pilze oder andere Organismen darauf, die ihrem Gedeihen schaden könnten.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.



Dietlinde am 26.08.11|10:54 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 17. August

Sommerwolken, die ich liebe...





Akrostichon

S o leicht und flockig
O hne ein wirkliches Ziel
M itten im Sommer
M ehren sich die
E wig ziehenden Wolken.
R ein und flauschig
W ie Wattebällchen
O rdnen sie sich am Himmel
L ieben das klare Sommerblau.....
K aum aufgetaucht
E ntfernen sie sich auch schon wieder.....
N ichts bleibt bestehen! :-)

Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile,
liest man sie von oben nach unten, ergeben das Akrostichon "Sommerwolken", deren Sinn im
Text beschrieben wird.
Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen
und bereitet mir große Freude.

Dieses Foto zeigt am Horizont die Taunushügelkette mit dem Turm am Feldberg.
Die Sommerwolken wollte ich gerne wenigstens im Foto festhalten, denn anders sind sie
nicht zu konservieren. :-)
Oft gehe ich dort zwischen den Feldern spazieren, wegen des herrlichen Blicks und dem
weiten Himmels, den ich gerne über mir spüre.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.


Dietlinde am 17.08.11|11:11 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 10. August

Abendzauber




Wie eine wundervolle Tuschezeichnung wirkt dieser goldene Sonnenuntergang. Ich stehe staunend vor diesem zauberhaften Himmelsgemälde, das einem feinen Abbild eines verlöschenden Tages gleicht
und ihn sanft ausklingen lässt.


Haiku

Stille ist in mir
Zart wirkt der Abendzauber
Welch grosser Friede.

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 10.08.11|10:53 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 9. Juli

Heute, die grosse Überraschung



Wie schön!

Sehr windig und schwül ist es heute zu Mittag. Ich mache gerade meinen Rundgang im Garten und sehe nach den Zucchinis, die ganz anständig immer eine nach der anderen produzieren. Bin zufrieden mit dem Ergebnis. Da fällt mein Blick auf etwas, das um mich herumflattert. Völlig überrascht erkenne ich einen "Schwalbenschwanz", der sich ganz in meiner Nähe niederläßt. Der erste, den ich in unserem Garten entdeckt habe, und ich freue mich total über diesen eher seltenen Gast bei uns und bin ganz begeistert, dass ich ihn so wunderbar aus der Nähe betrachten kann. Schaut ihn Euch an! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.
Dietlinde am 09.07.11|04:51 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [3 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 29. Juni

Sommerüberraschung




Unsere Schmetterlingssträucher blühen. Bei meinem Rundgang durch den Garten habe ich das erste Pfauenauge mit aufgeklappten Flügeln drauf entdeckt, wie es lange und ausführlich Nektar geschlürft hat. Habe mich sehr über diesen Gast gefreut!

Die zweite Überraschung war ein Rosenkäfer, der schillernd und hellgrün in einer unserer Rosen saß.
Ich mag diese Käfer ganz besonders! Außerdem sah ich in unserem Garten zwei Trauerrosenkäfer schwarz und weiß getupft, wie sie für Nachwuchs sorgten. Wie schön, immer ein paar Gäste zu entdecken! :-)

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.
Dietlinde am 29.06.11|11:34 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 19. Juni

Sommerglück





Sanft hinverschmelzendes Largo

Mein... Glück? ...Mein
Glück?

Mein Glück
ist ein spielendes Blatt im Sommerwind,
der
leichte,
flüchtige, zierliche
Schatten,
mit
dem mich, zwitschernd, die Schwalbe streift,
das
letzte, fernhochschwebend stille,
reglos
schimmernde,
flimmernde, glimmernde
Purpurwölkchen,
das
nach einem leuchtend langen, schönen, golden klaren Sonnentag,
in
einem zarten,
lichten,
himmlisch überirdischen Blaßgrün,
schwindend, scheidend,
selig
versinkt!


Arno Holz
(1863-1929)

In unserem Garten blühen die weißen Lilien. Es ist immer eine beglückende Zeit diese herrlich weißen Blüten zu bewundern und ihren Duft einzuatmen, der sich in unserem ganzen Garten verteilt.
Auch das ist für mich Sommerglück.

Unter "mehr dazu" seht Ihr hübsche Fotos.

Dietlinde am 19.06.11|02:31 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 13. Juni

Beglückender Morgen



Ich genieße den Sommermorgen


Noch hängt die Kühle der Nacht in Gräsern und Kräutern. Auch unser Rasen ist von Tau benetzt. Ein wundervoller Duft hängt in der Luft. Das Geißblatt blüht auf unserer Terrasse. Wie ich diesen Duft liebe! In jedem Jahr freue ich mich darauf die zarten Blüten zu bewundern und von ihrem Duft umgeben auf unserer Terrasse zu sitzen und das Frühstück zu genießen. Jetzt am frühen Morgen ist ihr Duft am intensievsten, und so eingehüllt in diese wundervolle Luft träume ich ein wenig und lausche der Stille, die mich umgibt.

Ich werde sensibilisiert für die leisen Töne, für das Wesentliche. Die Stille hören, heisst mit dem Herzen hören. Ich vernehmen die Worte, die Geräusche, die Töne, die Laute, die Stimmen der Natur nicht nur mit dem Ohr. Sie fallen in mein Herz, und ich bewege sie in der Stille.

Was für ein beglückender Morgen!

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 13.06.11|02:44 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Montag, 6. Juni

Unendlich zart und kostbar




Rosenblüten Akrostichon

R osenduftig
O rdnet ihr eure
S chönen Blütenblätter
E ins ums andere
N ahtlos zu einem
B lütenkranz
L ichtdurchflutet
U nendlich zart und kostbar
E rscheint der Rosen Antlitz
T ausendfach erzählt dieses Wunder vom
E rblühen und Vergehen
N atur im Rhythmus der Jahreszeiten

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 06.06.11|06:27 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 4. Juni

Stille


"Stille, die ich genieße"

Wenn man das Wort "Stille" hört, könnte man leicht an Langweile denken, an eine Zeit, in der sich nichts ereignet, an vertane Zeit. Dem ist nicht so. In der Stille ist Begegnung in vielfältiger Art möglich. Sie beinhaltet nicht Alleinsein mit sich selbst. Mannigfaltig sind die Begegnungen in der Stille.

Das Ohr wird angesprochen. Wir lernen wieder genau hinzuhören, nicht nur vordergründig etwas aufzuschnappen, aus dem Zusammenhang gerissen, das wir ganz schnell wieder vergessen. Das Trommelfeuer der Worte, das uns abgestumpft hat, wird unterbrochen. Wir werden sensibilisiert für die leisen Töne, für das Wesentliche. Die Stille hören, heisst mit dem Herzen hören. Wir vernehmen die Worte, die Geräusche, die Töne, die Laute, die Stimmen der Natur nicht nur mit dem Ohr. Sie fallen in unser Herz und wir bewegen sie in der Stille.

Die Ruhe über dem Distelfeld hatte mich so beglückt, dass ich Euch dazu einladen möchte, auch ein Erlebnis der Stille in der Natur zu erleben, zu genießen.

Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.


Zwei, die sich ein recht stacheliges Vergnügen gönnen im Distelfeld.

Prickly pleasure

Distel mit Marienkäferpärchen
(c) Dietlinde Heider
Dietlinde am 04.06.11|10:06 AM GMT+1 [Eintrag] [1 Kommentar] [kommentieren]


Mittwoch, 1. Juni

Waldspaziergang



Und es gibt sie doch

"Es gibt keine Wunder mehr". - Gibt es sie wirklich nicht mehr? Seit wann?

Heute nachmittag gab es sie noch, als ich in den Wald ging und vor dem tosenden Wind geschützt, in einen hellen, wundersamen Sonnenschein trat. Wer kann einen Tannenzapfen betrachten oder das Harz, das aus der Rinde tropft, oder ein Blatt, dieses in sich vollkommene Stück der Pflanzenwelt, wie es von seinem Ast fällt, als ob es sagen wollte: Das Jahr ist um"!

Wer kann in dem stillen bewaldeten Tal das fröhliche Zirpen der Zikaden hören oder über einen hohen Felsgrat gehen, der wie ein natürlicher Damm das Moor überquert; wer kann den ziehenden Wolken nachsehen oder zu seinen Füßen ein Moos oder einen Stein anschauen und behaupten, es gäbe keine Wunder mehr?

Ralph Waldo Emerson


Unter "mehr dazu" seht Ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 01.06.11|06:27 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Dienstag, 10. Mai

Schwerelos...




"Momente des Fliegens"

Frei bin ich wie ein Vogel in der Luft.

Leicht wie eine Feder, die der Wind liebkost.

Ein gaukelnder Schmetterling
von bunten Farben angelockt,
vom Blütennektar gespeist.

Schwalbenflink und fröhlich
Zickzack fliegend genieße ich
die Freiheit des blauen Himmels
und gebe mich ihr hin,
den Augenblick des Fliegens zulassend.

Schwerelos
koste ich das Blau des Himmels...

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 10.05.11|09:27 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 30. April

Die Schönheit kleiner Dinge



Von den kleinen Dingen

Die meisten Menschen wissen gar nicht,
wie schön die Welt ist und
wieviel Pracht
in den kleinsten Dingen, in irgendeiner
Blume,einem Stein,einer Baumrinde
oder in einem Birkenblatt sich offenbart...
...Es geht eine ewige Schönheit durch
die ganze Welt,und diese ist gerecht
über den kleinen und großen Dingen verstreut.

Rainer Maria Rilke

Hier sind es Schneckenhäuser, die ich so bewundere.

Unter "mehr dazu" seht ihr hübsche Fotos.

Dietlinde am 30.04.11|07:39 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 27. April

Vom Frühling träumen...



Knospe der Kuechenschelle aus unserem Garten

Akrostichon

K ann der Frühling erst einmal Fuß fassen
N ützt er diese Chance
O b Krokusse, Veilchen oder Tulpen
S ie läßt er knospen und erblühen
P rächtig schmückt sich die Küchenschelle
E ine Knospe nach der anderen wird sich öffnen
N atur beschenkt und verzaubert uns

Dietlinde Heider

Die Anfangsbuchstaben von jeder Zeile, liest man sie von oben nach unten, ergeben das Akrostichon "Knospen", dessen Sinn im Text beschrieben wird. Es ist eine kreative Art
mit dem Thema zu spielen und bereitet mir große Freude.

Unter "mehr dazu" seht ihr hübsche Fotos.
Dietlinde am 27.04.11|04:31 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Samstag, 16. April

Engels-Licht


Engel, die uns begleiten

Ich habe im Moment das Thema "Engel" für mich gewählt und einige Haiku verfaßt.

Habe ein wunderbares Buch zu diesem Thema von Marie Luise Stangl "Engel - Das Licht in uns", gelesen und bin ganz begeistert.

Tritt ein in das Licht
der Engelschar - fühle dich
darin geborgen.

Dietlinde Heider


Engel - hier seid ihr!
Leichtigkeit, Licht, Freude.
Oh, ihr schwingt in mir!

Dietlinde Heider


Auf meinem Wege
wohin ich auch gehe von
Engeln begleitet.

Dietlinde Heider

Dietlinde am 16.04.11|04:53 PM GMT+1 [Eintrag] [0 Kommentare] [kommentieren]


Donnerstag, 10. März

Frühlingserwartung



Vielleicht kann ich ihn, den Frühling, mit meinen Gedanken,
die ich Euch schicke,
noch ein weig schneller hervorlocken.


Auftauen
Aufatmen
Einatmen
das seidige Himmelblau des Frühlings
den Duft der Veilchen

Baden
die Augen im grünen Gänseblümchenrasen

Begleiten
die aufsteigende Lerche
in das Frühlingsblau
mit aller Sehnsucht und Träumen

Bestaunen
den Frühling

nur staunen

und noch einmal staunen!

Dietlinde Heider

Unter "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 10.03.11|09:39 AM GMT+1 [mehr dazu ...] [0 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 8. September

Das ist nicht Sommer mehr...





Haiku

Quelle des Lebens
Zerfließendes Sonnengold
Spätsommerstimmung

Dietlinde Heider
xxx

Das ist nicht Sommer mehr...

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September...Herbst;
diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft...
das ist nicht Sommer...das ist Herbst.

Cäsar Otto Hugo Flaischlen

In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.

Dietlinde am 08.09.10|04:39 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Mittwoch, 25. August

Zeit der bunten Dahlien




Entwicklungsgeschichte der Dahlien

Dahlie - der botanische Name: Dahlia variabilis (die Veränderliche)

Amerika ist die Heimat der Dahlien. Mit der Entdeckung dieses Kontinentes wird auch die Dahlie 1492 entdeckt.

Als erster Europäer sieht Hernando Cortez auf seinen Eroberungsfeldzügen 1520 die prächigen Gartenanlagen der Azteken. Darin befinden sich wunderschöne Dahlien.

Die ersten Abbildungen und Beschreibungen von Dahlien fertigt der spanische Arzt Franzisco Hernandez 1651 anläßlich zweier Mexico-Reisen an.

Der Direktor des Botanischen Gartens in Mexico City, Vincente Cervantes, sendet 1789 die Samen von 2 Dahlien, einer halbgefüllten, purpurroten und einer ungefüllten, weißen Dahlie nach Madrid. Es folgt der erste Geburtstag der Dahlien 1790 in Europa.

Der Direktor des botanischen Gartens in Madrid, Abbe Antonio José Cavanilles tauft diese Blüten "Dahlia rosea und Dahlia coccinea".

Zur Enttäuschung der Pariser Gesellschaft, die inzwischen die Knolle der Dahlien bekommen hat, wird sie als nicht eßbar und ungenießbar befunden.

Der entscheidende Durchbruch zur Verbreitung in Europa geschah durch Alexander von Humboldt 1804, der Samen aus Mexico nach Paris und Berlin mitbrachte.

Bereits 1806 zeigt der Botanische Garten in Berlin 55 verschiedene, einfach und halbgefüllte Sorten der Dahlien.

In Karlsruhe gelingt es 1808 vollgefüllte Sorten zu züchten. Dadurch wird die Beliebtheit der Dahlie als Zierpflanze erheblich gesteigert. Nun wird in den Gärten tüchtig gezüchtet und es entstehen gefüllte, halbgefüllte, Zwergsorten, anemonenblütige Formen. 1850 ergänzen Pompon-Dahlien die Sorten-Vielfalt.

Die nächste Züchtung 1872 ist die Kaktus-Dahlie, Dahlia juarezii, die von Mexico nach Holland gelangt.

In Frankreich werden um 1900 Halskrausen-Dahlien, die sogenannten "Collarettes" gezüchtet.

Die Vielfalt der Sorten wird durch Päonien und Schmuck-Dahlien ergänzt.


Ich habe aus meiner Kindheit schöne Erinnerungen an Bauerngärten, in denen die Dahlien nie fehlten. Ich erinnere mich an sehr großblütige Dahlien, die ich auf meinem Schulweg gerne betrachtete. Einziges Hindernis waren die hohen Holz-Zäune von denen die Gärten umgeben waren. So versuchte ich durch die Zwischenräume der Zäune zu spähen, um die Dahlienpracht bewundern zu können.

Wir hatten in unserem Garten in meiner Kindheit auch Dahlien, deren Knollen wir in jedem Spätherbst wieder ausgruben, in Eimer legten oder in einer Holzkiste mit Erde einschlugen, um sie dann im nächsten Frühjahr erneut einzusetzen in die Beete. Sie lieben es sonnig, die Dahlien! Es macht ein wenig Mühe, aber mit Farbenpracht und herrlichen Blüten wird man belohnt.

Nun blühen auch in meinem Garten diese wunderschönen Dahlien.

Dietlinde Heider

In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 25.08.10|03:42 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]


Sonntag, 22. August

Grashüpfer-Foto-shooting



Grashüpfer

G ar zu gerne gehe ich mit der Diggi
R egelmäßig am frühen Morgen
A uf die Wiese zum Grashüpfer-Foto-shooting.
S o einfach ist das aber nicht mit ihnen.
H üpfen von einem Grashalm zum nächsten
U m mich zu foppen.
E s hatte jedoch einer ein Einsehen mit mir.
P lopp, klammerte er sich
F est am Halm und duckte sich.
E r spielte: Ich seh dich nicht.
R ichtig! Du siehst mich nicht!

Dietlinde Heider

Die Anfangsbuchstaben einer jeden Zeile von oben nach unten gelesen ergeben das Akrostichon "Grashuepfer".
In der Ergänzung zu "mehr dazu" seht ihr ein hübsches Foto.
Dietlinde am 22.08.10|10:44 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [2 Kommentare] [kommentieren]


Sonntag, 15. August

Lauschende Wolken




Lauschende Wolke über dem Wald.

Wie wir sie lieben lernten,
seit wir wissen, wie wunderbald
sie als weckender Regen prallt
an die träumenden Ernten.

Rainer Maria Rilke

In der Ergänzung zu "mehr dazu" könnt ihr mein Foto zum Text betrachten.


Dietlinde am 15.08.10|01:07 PM GMT+1 [mehr dazu ...] [1 Kommentar] [kommentieren]




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